COLONIA CON
2016

Köln 2016

 

Vom 28. bis 29. Mai 2016 fand im Kölner Jugendpark beim Rhein der Colonia Con 22 statt. Organisiert wurde der Con von Daniel von Euw und Ralf A. Zimmermann sowie zahlreichen Helfern.

Köln ist eine Reise wert ...

… auch wenn es am ersten Tag gleich mal nach Aachen ging. Zwar wäre dieser Ausflug vom unfähigen Bahnhofspersonal fast verhindert worden, weil wir ständig zum falschen Gleis geschickt wurden, aber letztendlich landeten wir in der Stadt, die ihren Namen wahrscheinlich den dort entdeckten heißen Quellen verdankt, die noch immer sprudeln und erbärmlich nach Faulem-Ei-Gas riechen. Durch das Marschiertor ging es zum Wahrzeichen der Stadt, dem berühmten Aachener Dom, der als erstes deutsches Kulturdenkmal und zweites Kulturdenkmal weltweit in die Welterbeliste der UNESCO aufgenommen wurde. Im Dom steht auch der Marmorthron von Karl dem Großen, den man im Rahmen einer Führung besichtigen kann. Und natürlich nicht zu übersehen die goldenen Schreine von Karl und Maria, in denen sich Knochen und sonstiges altes Zeugs befinden. Ein weiterer, süßer, Schatz sind die »Printen«, Lebkuchen in jeder Größe und Geschmacksrichtung.

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Der Aachener Dom, der Kaiserthron und die süßen Printen.

Aber zurück nach Köln, um sich auch diese Stadt am nächsten Tag anzusehen. Natürlich ging es in den Dom, ins Nussknackerhaus und an die Rheingestade zum Essen. Dazwischen überraschte uns ein Regenschauer, der sich bis zum Abend zu einem Starkregen entwickelte, und als wir aus dem Musical Dome herauskamen, wo übrigens ein hervorragender »Bodyguard« gegeben wurde, standen am Parkplatz bereits einige Autos halb unter Wasser.

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In Köln auf den Spuren der Maus - Kölnisch Wasser (Duftmuseum) - Musical Dome.

Soweit das Vorspiel, am Samstag begann dann der Ernst des Rhodan Fan-Lebens. »Über die lange Brücke führt der Weg zum Glücke«  (in Anlehnung an ein altes Wiener Sprichwort, das sich auf eine Geschäftsstelle der Klassenlotterie bei der Hohen Brücke im 1. Wiener Gemeindebezirk bezog). Aufgrund von Unwetterwarnungen war die Gondelbahn über den Rhein gesperrt – völlig unnötig, da es den ganzen Tag schön blieb – und so wurde es ein langer Marsch zum Con-Gelände, wo im Jugendzentrum der Colonia-Con abgehalten wurde. Gleich beim Eingang sah man die ersten bekannten Gesichter, obwohl wir hier doch sehr fern der Heimat waren. Unterstützung hatten wir nur von Roman Schleifer, der ebenfalls aus Wien eingeflogen war. Der Münchner Stammtisch wurde von Stefan Friedrich vertreten, und von den Kölner Fans lief uns gleich Helmuth Freisinger über den Weg. Ansonst waren überhaupt zahlreiche Autoren zu sehen, allen voran die Rhodan-NEO Autoren und die Schreiber der ZAMORRA-Serie, auch wenn offiziell nur Rhodan-Autor Uwe Anton als Ehrengast angekündigt war. Arndt Drechsler, der zweite offizielle Ehrengast, war leider krankheitsbedingt verhindert. Von den Clubs stachen natürlich die PRFZ und der TCE ins Auge, und im Händlerbereich waren insbesondere Reinhard Rauscher und Robert Vogel oder der Mohlberg-Verlag vertreten. Ebenfalls nicht zu übersehen Achim Mehnert, einer der Mitbegründer der Veranstaltung vor 34 Jahren. Der Blue war allerdings nur kurz zu sehen und ließ sich auch den Rest des Cons nicht mehr blicken – war wohl zu heiß für die Verkleidung.

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Nach einer Erkundung des Gebäudes und der Inspizierung des Con-Sackerls ging es in den großen Saal, der am Samstag immer gut gefüllt war, am Sonntag jedoch über eine Handvoll Leute nicht hinauskam, was sehr schade war, da insbesondere der Vortrag des TCE über die Entstehung des Castor-Gedenkbandes, der ja beim Austria Con in Wien präsentiert werden soll, sehr interessant war.

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ZAMORRA-Neuling Oliver Müller, Manfred H. Rückert, Christian Humberg, Anika Klüver und Andreas Balzer

Ebenfalls interessant ein Panel im kleinen Saal, wo mehrere ZAMORRA-Autoren wie Christian Humberg, Andreas Balzer, Manfred H. Rückert und Anika Klüver über die Serie erzählten. Manfred Weinland, der auf irgendeiner Internetseite angekündigt war, war leider nicht gekommen. Vor allem wurden interessante Schaustücke herumgereicht, wie etwa noch unveröffentlichte Titelbilder oder ein Faksimile des allerersten Exposés für die Serie mit Korrekturen (der Professor sollte ursprünglich »Camorra« heißen) und Kaffeeflecken. Tatsächlich läuft die Schreibarbeit hier anders als im Perryversum, vor allem muss man mit weniger Mittel auskommen. In Kürze wird der Band 1100 erscheinen, der sich auch für (Wieder-)Einsteiger eignen soll. Am Ende der Plauderei mit den Fans gab es für jeden noch einen signierten Roman.

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Manfred Rückert signiert ZAMORRA, Roman Schleifer RHODAN-Stardust.

Apropos Roman – Roman Schleifer war gleich drei Mal auf der Bühne vertreten, sowohl im großen Saal als auch im kleinen Raum mit Ben Calvin Hary und Alex Nofftz, als es um »Autorenwege« ging. Norbert Mertens und Rainer Nagel gaben interessante Einblicke in die PR-Planetenromane, die REN DHARK- und MADDRAX-Vorträge verpasste ich leider wegen Gesprächen mit anderen Fans wie Jürgen Amlang (der seine Fanaktivitäten in tollen Alben präsentiert) oder Bekannten wie Götz Roderer oder Dennis Mathiak.

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Claudia, Erich und die Roderers - Mega-Fan Jürgen Amlang

Zwischendurch gab es einen Abstecher in die Kegelhalle, wo zwar nicht gekegelt wurde, es aber trotzdem etwas rumorte. Hier fand die jährliche Mitgliederversammlung der PRFZ statt, die von Hermann Ritter geleitete wurde und der zehn Mitglieder und ein Gast beiwohnten. In der Vereinssitzung ging es insbesondere um die Aktivitäten und die Finanzen der PRFZ, und es konnten alle Tagesordnungspunkte abgehakt werden.

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Dennis Mathiak - auf der Bühne und hinter der Bühne

Vor dem Congebäude war es immer so richtig idyllisch – alles grün, die Vöglein zwitscherten, die Sonne ließ den Rhein golden glitzern und auf den Holztischen dampften die Bockwürste und Frikadellen. Im Congebäude drinnen schmiss Robert Corvus, den man offenbar am Tresen angekettet hatte, die Bar und schenkte Kaffee und Mineralwasser aus.

Das Grillen am Abend ließen wir aus. Nein, nicht wegen dem Champions League Finale, das ich im Bett bis etwa zur 80. Minute verfolgte, sondern wegen einer beginnenden Verkühlung, die entweder vom wechselnden Wetter, dem Eiskakao in Aachen oder der Flugzeuglüftung verursacht worden war. Und so begann der Sonntag schlechter als der Samstag geendet hatte.

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Vor dem Con-Gebäude - Gondeln über den Rhein

Zum Glück fuhr diesmal die Seilbahn über den Rhein, und so ersparten wir uns in einer »Sendung mit der Maus«-Gondel den Brückenmarsch. Von der Station waren es nur mehr ein paar Minuten zum Jugendzentrum, wo noch die Letzten beim Frühstück und die Ersten im großen Saal saßen. Die Autor- und Fanreihen hatten sich sehr gelichtet, auch die Händler waren Großteils schon weg. Ein bisschen plaudern, ein bisschen im Saal sitzen und nochmal Robert Corvus am Tresen besuchen. Während Achim Mehnert seinen Rotkäppchenmantel verliehen bekam, waren wir bereits wieder auf dem Weg zur Seilbahn, um heimzugondeln. Leider ging unser Flug erst am Abend, und so musste ich die Verkühlung und das Fieber im Botanischen Garten von Köln auf einem Bankerl noch einige Stunden dösend unter Kontrolle halten. Dort marschierten der Reihe nach die Hochzeitspaare auf, um sich in der schönen Kulisse des Gartens fotografieren zu lassen.

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Der TCE auf der Bühne - Im Botanischen Garten von Köln

Nach Abholung der Koffer im Hotel leisteten wir uns ein Taxi zum Flughafen, das überraschender Weise billiger war als der Zug, den wir bei der Herfahrt genommen hatten. Und auch das Flughafenpersonal war nicht kompetenter als das Zugpersonal – wir wurden drei Mal durch den ganzen Flughafen geschickt, um schließlich halbtot einzuchecken und nach einiger Verspätung in Wien dreiviertel tot auszuchecken. Dass ich irgendwann daheim ins Bett fiel, bekam ich gar nicht mehr mit, und eigentlich war ich erst wieder am Dienstag des folgenden einwöchigen Krankenstandes so richtig munter. Der Con wird mir aber trotzdem in schöner Erinnerung bleiben.

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