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BEI DER WR.
COMICBÖRSE

[Fotos von Erich]

Das Perryversum auf zwei Laufmetern

Ein Erlebnisbericht von der Wiener Comic- und Figurenbörse (13. Dezember 2009)

Dust, sweat and pain – das wird für mich immer untrennbar mit der Comic-Börse verbunden sein. Wenn man nach über einem Jahr die diversen Kartons wieder von hohen Kästen und aus der Dachkammer holt, dann kann das schon mal eine mehrtägige Stauballergie verursachen. Das schlimmste ist aber die Schlepperei, vor allem dann, wenn der Weg vom Dachboden ins Auto über ein fünfstöckiges Altbautreppenhaus ohne Aufzug führt. Und was noch schlimmer ist: das Wissen, dass man die Kartons danach auch wieder zurück schleppen muss. Da drückt man dann gerne mal beim Preis ein Auge zu, wenn man dafür ein paar zusätzliche Kilos los wird.

Rhodan Spielefest 2009
Erich, Wolfgang und Klaus

Während die Händler dann ihre Bananenkistenarmadas bequem auf Transportrodeln oder kleinen Wägelchen in die Veranstaltungshalle karren, ist auch das für gelegentliche Privataussteller wie mich nur reine Handarbeit. Auf der anderen Seite hat es natürlich den Vorteil, dass man davon nicht leben muss oder will, sondern das ganze aus Spaß macht bzw. so lange, als der Spaß noch irgendwie den Aufwand und die Arbeit überwiegt, und man kann auch ruhigen Gewissens Sachen verschleudern oder gar verschenken. Oder eben einfach sein Hobby präsentieren, wie es Wolfgang und ich mit dem PERRY RHODAN-Stand gemacht hatten, der über die Serie informierte – mit reichlich Material vom VPM Verlag ausgestattet – und mit ganz spezielle Angeboten zur Serie aufgewartet hatte. Nicht zu vergessen die netten Gespräche und interessanten Begegnungen mit Fans und Besuchern, die für uns zumindest genauso wichtig waren wie etwaige Verkäufe. Das mag jetzt zwar pathetisch und kitschig klingen, aber alleine das verdutzte und dann freudestrahlende Gesicht des Mädchens, dem ich ein Heft mit Anime-Entwurfszeichnungen geschenkt hatte, war die Teilnahme an der Comic-Börse schon wert!

Der Aufbau in der MGC-Halle in der Modecenterstraße gegenüber den Wiener Gasometern fand bereits am Samstag statt. Jede Minute, die man an diesem Spätnachmittag investierte, konnte man am Sonntag länger schlafen, obwohl der offizielle Beginn um 10:00 Uhr ohnehin halbwegs christlich war. Geöffnet war die Veranstaltung bis 16:00 Uhr, was auch ein taktisch guter Zeitpunkt ist, denn wenn ich mich an frühere Börsen zurückerinnere, war gerade zwischen 16:00 und 17:00 Uhr kaum mehr etwas los.

Zunächst ging es darum, seinen Claim abzustecken. Wolfgang, Klaus, der PR-Stammtisch und ich hatten gemeinsam fünf Laufmeter Tisch, die es noch aufzuteilen galt. Dann konnte man nach Gusto und Notwendigkeit Regalbretter in die Trennwände einhängen und es wurden die Sessel verteilt. Die Anhäufung der Materialien auf dem Tisch und die Dekoration mit Postern und Ankündigungen dauerte dann schon etwas länger, und etwa eine Tesa-Rolle später kam schon die Durchsage, dass die Halle noch 10 Minuten geöffnet sei – eineinhalb Stunden waren wie im Flug vergangen, aber mit dem Ergebnis konnte man einigermaßen zufrieden sein.

Rhodan Spielefest 2009
Unser Standort bei der Comicbörse

Der Sonntagmorgen war winterlich, es schneite und war saukalt, was die Leute hoffentlich dazu verleitete, eher eine warme Halle als die freie Natur aufzusuchen. Drinnen herrschte hektische Betriebsamkeit, die sich noch bis einige Minuten nach neun Uhr zog, aber schließlich dürften es doch alle geschafft haben, die Tische für den Besucheransturm zu rüsten. Und die kamen dann recht zahlreich, auch wenn man sich offenbar mehr Fans von Comics, Figuren, SF&F, Spielen und vielem anderen erwartet hätte. Vor allem die Cosplayer machten das Areal unsicher und flanierten immer wieder durch die Gänge, neugierige Blicke nach sich ziehend. Auch sonst war sehr viel aus dem Manga- und Animebereich zu entdecken, an vielen Ständen wurden japanische Fan-Materialien angeboten, vom Manga über Figuren bis hin zu Gothic- und Lolita-Kleidung. Aber schließlich hatte ich auch selbst mit einem Meter Tisch zu dem Angebot beigetragen, zwar  nicht ausschließlich, aber doch mit einem Karton Manga zum Halbpreis, Wedding Peach Briefmarken und signierten Postern.

Die PERRY RHODAN-Romane zum Fast-Geschenkt-Preis gingen weg wie die warmen Semmeln und waren fast schon ausverkauft, bevor die erste Besucherwelle kam. Auch das Infomaterial fand seine Abnehmer, und es gab mehrere Interessierte für den PR-Stammtisch und den Rhodan-Con im nächsten Jahr.

Mittags war gerade kurz Zeit, ein paar Frankfurter zu holen, weil doch fast ständig jemand beim Stand stehenblieb. Wahrscheinlich lag es auch an dem bunt gemischten Angebot an klassischen Comics, Manga und PERRY RHODAN an einem Platz, das viele ansprach, und so gesehen konnten wir nicht wirklich klagen. Wolfgang ergänzte das Angebot mit signierten Drucken und Alben und Klaus hatte sowieso ein buntes Sammelsurium auf seinem Tischmeter angehäuft.

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Michael »Witti« Wittmann bei der Arbeit

Um 14:00 Uhr hieß es dann, Platz am PR-Tisch zu schaffen – Michael Wittmann, seines Zeichnens Illustrator der PERRY RHODAN-Serie, gab sich die Ehre, am Stand eine Stunde – aus der dann ohnehin zwei wurden – zu zeichnen und zu signieren. »Eingeflogen« kam er mit seiner Frau Andrea und wurde neben ver-schiedensten Fragen zur Serie und seiner Tätigkeit auch damit gelöchert, wo man diese tollen T-Shirts bekommen könne. Zuvor »aktualisierte« er jedoch noch das Ankündigungsplakat und erfüllte zuletzt auch noch spezielle Wünsche wie etwa das Gestalten eines Deckblattes eines Zeichenbuches.
Während des Tages gab es auch immer wieder Signierstunden anderer österreichischer Zeichner, leider hatte ich es zu keinem einzigen geschafft, wohl auch ein Zeichen dafür, dass es für die Tischbetreiber nicht wirklich langweilig wurde.

Zwischendurch kamen immer wieder Besucher, um beim Gewinnspiel mitzumachen. Bei richtiger Beantwortung von vier einfachen Fragen zu PERRY RHODAN konnte man das Jubiläumsheft 2500 gewinnen, und im Notfall wurde sogar bei den Fragen geholfen.

Auf der Börse wurde erstmals das Buch von Eva Schimmer aka evatronica.com präsentiert, zwar noch im Rohzustand mit losen Seiten, aber die Exemplare liegen bereits beim Buchbinder und sollten in Kürze erscheinen. Der Band ist eine tolle Zusammenstellung an Fotos von Cosplayern aber auch Fans und Sammlern allgemein mit ergänzenden Texten dazu. Es findet sich sogar ein kleines Interview zum PERRY RHODAN-Stammtisch im Buch, also nicht nur für Manga- und Anime-Fans interessant!

Der Nachmittag verging dann recht rasch, und bevor man es wirklich mitbekam, war es schon 16:00 Uhr und man holte wieder die Bananenkartons hervor, um einzupacken. Immerhin war das Material etwas weniger geworden, aber für einen neuerlichen Besuch würde es allemal reichen!

An dieser Stelle noch Dank an den Veranstalter der Börse Martin Erasmus für die Einladung des Wiener PERRY RHODAN-Stammtisches sowie die gute Organisation und Betreuung. Wir sind gerne in einem Jahr wieder dabei!

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