Der Erbe des Universums

 

AUSTRIA CON III -
IM ZEICHEN DES KUKURUZ

 

Man kann ihn kochen, salzen und mit Butter bestreichen. Man kann ihn grillen und dunkelgelbbraun glänzend zu Fleisch servieren. Man kann seine getrockneten Körner rösten, bis sie zerplatzen und einer weißen, luftigen Metamorphose weichen, ohne deren Beisein für viele Menschen ein Kinobesuch unvorstellbar wäre. Man kann ihn zu Mehl vermahlen und Tortillas daraus backen. Man kann ihn zerpressen und Öl daraus gewinnen, wenngleich er seinem großen Bruder Kürbis weder an Berühmtheit noch an Geschmack je den Essig wird reichen können. Man kann ihn an die Schweine verfüttern, aber auch zum Symbol einer Veranstaltung machen und raketengleich in All fliegen lassen, um die Besucher in jene Phantasiewelt zu entführen, der er selbst entsprungen ist. Und wer nicht glaubt, daß es im PERRY RHODAN Universum fliegende Maiskolben gibt, sollte sich die Titelbildzeichnung des Romans Nummer 2006 "Cugarittmos Gesichter" von Alfred Kelsner einmal genauer ansehen ...

 

Ein Vergnügen erwarten ist auch ein Vergnügen (Lessing)

Der diesjährige, dritte, österreichische PERRY RHODAN Con fand wie schon bereits der erste in der Südsteiermark in der Nähe von Graz statt, in einer kleinen Gemeinde namens Gleinstätten, wo im örtlichen Schloß kurzerhand der Bürgermeister und die ebenfalls dort ansässige Volksschule ausquartiert wurden und vom 23. bis 24. September 2000 für ein kurzes Wochenende lange den "PERRY RHODAN Touristen" weichen mußten.
Während einige bereits am Freitag angereist waren, um am traditionellen Polterabend teilzunehmen oder ganz einfach nur, um den Con in aller Ruhe auf sich zukommen zu lassen, traf der Großteil der Fans erst Samstag morgens ein. Für die einheimischen Gäste aus Graz und Umgebung war es natürlich nur ein kurzer Ausflug bis nach Gleinstätten, aber die zahlreichen Wiener Besucher und auch einige deutsche Fans waren zum Teil viele Stunden unterwegs, um dann aber ein gemütliches Wochenende in entspannter Atmosphäre im Ambiente des wunderschönen Veranstaltungsortes zu genießen. Für das leibliche Wohl zwischendurch sorgte wieder die Landjugend, die im Innenhof einen Stand aufgebaut hatte, an dem man Getränke, Kuchen und belegte Brote zu äußerst moderaten Preisen erstehen konnte.

Blick in den Saal
Ein Blick in den überdachten Schloßinnenhof

Weniger gemütlich war es natürlich für die Veranstalter. Der "PERRY RHODAN Stammtisch Graz ES", seit kurzer Zeit auch als Verein organisiert, hatte auch diesmal keine Kosten und Mühen gescheut, den Gästen ein volles Programm zu bieten. Bernd Hubich führte durch die einzelnen Programmpunkte und Karl Heinz Hörmann war der Mann hinter den Reglern, der die Technik perfekt im Griff hatte und vor allem die üblichen Mikrofonprobleme auf ein kaum merkbares Mindestmaß reduzierte. Dazu kamen natürlich noch weitere Helfer des Stammtisches, die ihre Arbeit bei der Kassa, hinter der Bühne oder an Projektionsgeräten verrichteten.

Die Eröffnung begann mit einiger Verspätung, da man erst alle Ehrengäste zusammentrommeln mußte, aber so blieb wenigstens Zeit, noch in Ruhe einige Einkäufe zu machen. Das Händlerangebot war zwar nicht so groß wie vor zwei Jahren, aber in Reinhard Rauschers unzähligen Stellwänden und Kartons fand man allemal Hefte und Taschenbücher, die in der Sammlung noch fehlen. Und die Fanzentrale im ersten Stock machte wahrscheinlich auch gute Umsätze, da man viele der angebotenen Artikel, wie etwa das neue Jahrbuch oder die Völkerdatenblätter bei österreichischen Händlern nicht bekommen kann und sonst mühsam und kostspielig über den Postversand beziehen müßte. Beim Eingang an der Kassa konnte man die neueste Ausgabe des PERRY RHODAN Fanzines "NOW!" kaufen oder auch ein T-Shirt mit dem aufgedruckten Con-Motiv erstehen.

Die Bühne
Die Ehrengäste auf der Bühne - Ernst Vlcek, Andreas Findig,
Klaus Bollhöfener, Dr. Rainer Nagel, Reinhard Habeck,
Mag. Harald Ottacher, DI Gerold Haynaly, Mag. Gerhard Raudner

Schließlich war es soweit. Auf der Bühne saßen die Ehrengäste und Referenten - die PERRY RHODAN Autorenriege wurde durch Ernst Vlcek und Andreas Findig repräsentiert, für VPM und die PRFZ kam Klaus Bollhöfener, die Sammelkartenspielergemeinde war durch Dr. Rainer Nagel vertreten, Reinhard Habeck ließ Gucky und Rüsselmops hochleben, der Vertreter der Mars Society Walter Pogres saß noch im Zug und würde bald eintreffen und die Grazer selbst hatten Dipl.-Ing. Gerold Haynaly, Mag. Harald Ottacher und Mag. Gerhard Raudner für physisch-astronomisch-technische Vorträge aufgeboten. Bernd Hubich eröffnete die Veranstaltung und gab die Bühne frei für den ersten Programmpunkt.

 

Am Werke erkennt man den Meister (Jean de Lafontaine)

Nachdem Gerhard Raudner einen kleinen Einblick in die Geschichte der Science Fiction gegeben und auch einige Schmankerl aus seiner Sammlung präsentiert hatte, kam gleich der erste Höhepunkt des Con-Wochenendes. "Was letztendlich aus einem Exposé werden kann" lautete das Thema der Auftritts von Ernst Vlcek. Da man aber sehr schwer über Kollegen herziehen kann und noch dazu über nicht anwesende, packte er sich kurzerhand selbst beim Schopf und plauderte über seine eigenen Arbeiten, Erfahrungen und Erlebnisse. Darüber hinaus gab er noch tiefe Einblicke in den damaligen Redaktionsalltag und die Exposéarbeit. Am Tisch vor sich hatte er mehrere kleine Kostbarkeiten ausgebreitet, wie etwa seinen ersten Brief an K.H. Scheer, in dem 1965 mit schwülstigen Worten seine ersten Kontakte zu PERRY RHODAN knüpfen wollte, oder eine ganz vergilbte Urkunde über den Gewinn des HUGO '69, ausgestellt von Walter Ernsting. Auch das Exposé zu seinem ersten PERRY RHODAN Roman mit der Nummer 509 "Die Banditen von Terrania" aus dem Jahr 1971 hatte er mitgebracht. Darin fand sich etwa die Vorgabe, daß einer der Akteure einen Beutel mit 37 Stück abgeschnittenen Daumen bei sich hat, was Ernst prompt bei K. H. Scheer als unpassend bemäkelte und im Nachhinein erfahren mußte, daß das Exposé eigentlich von Willi Voltz geschrieben worden war. Uuups! Zuvor hatte sich Ernst seine schriftstellerischen Sporen im PERRY RHODAN Universum bereits bei ATLAN verdient. Seinen ersten Roman mit der Nummer 22 "Der Marsch durch die Unterwelt" mußte er jedoch zunächst als Probetext in unmittelbarer Konkurrenz gegen einen anderen Autor schreiben - und er hatte "gewonnen"!

Ein Gusto-Stückerl im wahrsten Sinne des Wortes war ein Brief von Frau Illfeld, der rechten Hand von Kurt Bernhard, zu seinen eingereichten Exposés für die Serie "DÄMONENKILLER", der dann ungefähr folgenden Wortlaut hatte: "Sehr geehrter Herr Vlcek. Ihre Exposés gefallen mir wie immer sehr gut. Aber vielleicht sollte man in Band 12 bei der Schwarzen Messe auf die Menschenopfer verzichten und in Band 13 wäre es besser, wenn Sie das kalte Buffet nicht mit Leichenteilen anrichten würden, das ist zu ungustiös. Der Leichenfresser, den Sie letztens hatten, war schon schlimm genug ..."

Dann waren zwei Leserbriefe an der Reihe, in denen Ernst mit seitenlangen Formelberechnungen dargelegt wurde, daß seine technischen Ausführungen in Band 737 "Unternehmen NUG" schlicht und einfach falsch waren, obwohl er vorher stolz darauf war, das schwierige Exposé halbwegs gut umgesetzt zu haben.

Seinen ersten Rekord innerhalb der Serie schaffte Ernst Vlcek mit Band 834 "Rebell gegen ES" - er war der erste Autor, der einen ganzen Roman ("Es ist zum Weinen ...") neu schreiben mußte, worauf er jedoch mit der Nummer 836 sofort ein Glanzstück nachreichte. Der zweite Rekord war ein Quantitätsrekord - vier Bände unmittelbar hintereinander (Nummer 939-942) hat bis heute kein anderer Autor mehr geschrieben.

Band 1022 war für Ernst ein persönlicher Tiefpunkt. Willi Voltz bezeichnete den Roman bereits nach 26 Seiten als "schlimme Enttäuschung", den er - wäre die Zeit nicht so knapp gewesen - noch einem anderen Autor zum Schreiben gegeben hätte. Hier überlegte Ernst das erste Mal, aus der Serie auszusteigen. Dann kam jedoch alles anders. Nach dem Tod von Willi Voltz übernahm zunächst Thomas Ziegler das schwere Erbe der Exposé-Arbeit mit den Bänden 1201 bis 1209. Für die Stammautoren war das eine herbe Enttäuschung. Klaus Mahn, der als zweiter Expokrat fungieren sollte, lehnte ab und so trat man an Ernst Vlcek heran, der sich dieser Herausforderung stellen wollte. Nach kurzer Zusammenarbeit trennte sich der Verlag von Thomas Ziegler und Ernst forderte als Unterstützung nochmals Klaus Mahn an, den er dann auch bekam.

Während Andreas Findig bereits hinter einer Säule mit den Füßen scharrte und auf seinen Vortrag wartete, war Ernst gerade bei den 1400er-Bänden angelangt. Im Nachhinein war der Schnitt, der in der Handlung gesetzt wurde, das einzig richtige, das man damals tun konnte. Zwar bedeutete es für Ernst mehr Arbeit, weil etliche Exposés neu geschrieben werden mußten, aber es ging wieder bergauf mit der Serie.

Besonders stolz war Ernst auf seine Exposés zu den Bänden 1471 bis 1474, die alle in einem Black Hole spielen sollten und in die er all sein Wissen zu diesem Phänomen eingebracht hatte. Auf die erwartungsvolle Frage an Dr. Marzin "Wie gefällt es Dir?" bekam er jedoch bloß ein "Scheiße, du machst ja ein Disneyland aus dem Black Hole" zu hören. Klaus Mahn machte schließlich zwei Exposés aus dem Stoff, da sich Ernst geweigert hatte, die Exposés neu zu schreiben. Er war frustriert und überlegte, auszusteigen, was er Dr. Marzin auch deutlich klar machte: "Wie schön wäre es, den ruhigen Job eines Staßenkehrers in Brunn am Gebirge (sein Heimatort, die Red.) zu machen. Da sagt keiner, du kehrst schlecht, kehr' das noch einmal!"

Dann kam der Jubiläumsband 1600 - Andreas Findig wartete übrigens noch immer auf seinen Auftritt - der vom Exposé her ein typischer Lückenfüller war. Aber kein Problem für Ernst - kurzerhand kreierte er die Arcoana, die Spinnenwesen, die der Handlung eigentlich erst den richtigen Schwung gaben. Die Reaktion von Dr. Marzin: "Ich hasse Spinnen. Schreib das neu!" Und die Anwort von Ernst, mit der er sich durchsetzte: "Nein. Lieber werde ich Straßenkehrer in Brunn am Gebirge ...".

Mit Band 1560 schied Klaus Mahn aus der Exposé-Factory aus und Arndt Ellmer kam als Unterstützung hinzu, allerdings nur zur Datenrecherche. Ernst wollte Robert Feldhoff, doch der war Dr. Marzin noch zu jung. Nachdem Robert allerdings bei einer Exposé-Sitzung, bei der er nur zu Gast war, einige Ideen wie etwa den Supercomputer Gomasch Endredde im Hamamesch-Zyklus eingebracht hatte, kam er dann doch dazu. Auch der Thorègon-Komplex geht bereits auf ihn zurück. Mittlerweile, nach vielen Jahren der fruchtbaren und erfolgreichen Zusammenarbeit führt Robert Feldhoff die Exposé-Arbeit alleine weiter - Ernst war auf dem WeltCon in Mainz von tausenden Fans auf eindrucksvolle Weise mit minutenlangen standing ovations verabschiedet worden. Zur Zeit schreibt Ernst an Band 2058 (Andreas Findig wartete immer noch neben der Bühne), für den er von Robert ein schönes Exposé bekommen hatte, in dem es unter anderem um Trim Marat ging.

Am Ende des Vortrages atmete schließlich jeder auf - nicht, weil er eine gewaltige Überlänge hatte, nein, wir hätten noch stundenlang sitzen und zuhören können, sondern weil Ernst seine Drohungen nicht wahrgemacht hatte. Zwar hätten jetzt die Straßen in Brunn am Gebirge geblitzt und gespiegelt, aber was wäre uns da sonst alles entgangen?

Ernst Vlcek, Andreas Findig
Ernst Vlcek, Andreas Findig, Klaus Bollhöfener,
dahinter Bernd Hubich vom P.R.-Stammtisch Graz

Bernd Hubich rief die Mittagspause aus, schließlich sollte der Programmpunkt von Andreas Findig nicht von knurrenden Mägen gestört werden. Das Gasthaus Brand, in das sich vor allem die Wiener Fans begaben, war jedoch sichtlich überfordert. Zwar bekam man meistens das, was man wollte, aber es dauerte seine Zeit, bis alle verköstigt waren. Zwischendurch schneite noch Klaus "Bolli" Bollhöfener herein, und als wir wieder zum Schloß kamen, stand Andreas bereits entspannt vor dem Eingangstor, und im Saal drinnen liefen die letzten Minuten einer Videoanimation der Mars Society.

 

Roman, du Schweinewiener (Bollhöfener)

Beim nächsten Vortrag waren wieder alle Gäste anwesend. Natürlich durfte hier vor allem ein Gast nicht fehlen, der nun die folgende halbe Stunde aus seiner Sicht schildern wird - der Schweinewiener!

Mit Spannung erwarteten die anwesenden Fans den Vortrag von Klaus Bollhöfener. Der Chef der PRFZ und der Marketingabteilung plauderte locker über die neuen Projekte innerhalb der PR-Serie. Zur Überraschung aller verriet er uns sogar den letzten Satz von Heft 2049. Doch dazu später.

Klaus begann seinen Vortrag mit dem Medium Internet. Die verlagseigene PERRY RHODAN Homepage wird ab November 2000 im neuem Glanz erstrahlen. Auf die User kommt viel Interaktion zu - Umfragen, Leser Top Ten usw.
Die seit Jahren von Fanseite immer wieder geforderte und gewünschte Fernsehserie wird, so der Gott der Paragraphen will, nächstes Jahr Realität werden. Im Moment feilschen die Juristen des Verlags und der Produzentenfirma um jedes Wort in den Verträgen. Zum Glück spießt es sich nur noch an den Neben-, sprich Merchandisingrechten. Obwohl, so wie ich die juristischen Machenschaften kenne, dauert so eine Diskussion Jahrzehnte. Von Verlagsseite her will man sich genügend Einflußnahme sichern, damit die Fernsehserie PERRY RHODAN der gewünschte Erfolg wird. Diesen Schritt kann man als Fan nur begrüßen, bedeutet er doch, daß uns ein weiteres "SOS - Abenteuer im Weltraum" erspart bleibt. Klaus erklärte uns auch, daß es viel zu früh sei, ihm Fragen nach der Handlung, den Spezialeffekten oder gar den Schauspielern zu stellen. Solange der Vertrag nicht unterschrieben ist, verschwendet niemand einen Gedanken an derartige Dinge. Schließlich soll man einen Schritt nach dem anderen machen. Erleichtert werden die Verhandlungen dadurch, daß die Produktionsfirma zum Konzern von Pabel Moewig gehört. Dennoch wird die Serie eine internationale Produktion mit Drehort Kanada werden.

Nach einem kurzen Schluck Mineralwasser stellte Klaus dem Publikum ein Frage: "Was wollt ihr bei einer PR-Serie eigentlich sehen?" Das allgemeine Schweigen überspielte er mit einer weiteren Frage: "Na los, Leute! Wo bleibt die Frage von Roman, meinem Schweinewiener?" Damit war der Autor dieser Zeilen selbst angesprochen. Um etwaigen Spekulationen vorzubeugen, klärte Klaus selbst das Publikum über die Bewandtnis dieses "Spitznamens" auf. Am Abend des Vortages, in einem kleinen steirischen Lokal, wandte sich Klaus nach einem kurzen Blick in die Speisekarte lachend an den neben ihm sitzenden Wiener: "Hey Roman, du Schweinewiener!" Mein fragender Blick folgte seinem Zeigefinger. In der Speisekarte stand doch tatsächlich das Gericht "Schweinewiener mit Salat". Ich stimmte augenblicklich ins Lachen von Klaus ein und erklärte ihm, daß es sich nur um einen Tippfehler handeln konnte. Wenn schon, dann mußte das Gericht "Schweinswiener" heißen. Klaus, der sich über dieses Wort amüsierte, machte sich einen Spaß daraus, mich ein paar Mal an diesem Wochenende mit diesem Namen zu betiteln. Ich trug es mit Humor - schließlich hatte Klaus damit eine Gelegenheit gefunden sich für meine ständigen Fragen zu revanchieren. Und zu einer Freundschaft gehören meiner Meinung nach ohnehin ein paar Sticheleien.

Nach diesem kurzen Intermezzo spaltete die Frage nach der Handlung das Publikum in zwei Lager: Die einen wollten einen Zyklus verfilmt sehen, die anderen waren für eine komplett neue Handlung. Im Verlag selbst wird es zu dieser Thematik keine Entscheidung geben, solange die Verträge nicht unterzeichnet sind. Klaus äußerte aber bereitwillig seine persönliche Meinung zu diesem Thema. Er ist für eine neue Handlung, die in einer der Lücken der Heftserie spielt - und deren gibt es ja bekanntlich genug. Seiner persönlichen Meinung nach, sollte die TV-Serie genauso wie die Hefthandlung "Kanon" sein. Aber wie gesagt, offiziell ist von Verlagsseite auch in dieser Hinsicht noch nichts entschieden. Besonderen Wert legt man im Verlag darauf, daß die Fernsehserie die Leser und die "Fernsehzuschauer" eint und nicht spaltet. Beide Seiten sollen von diesem Schritt profitieren und die Serie zu neuen Ufern und neuen Bevölkerungsschichten führen. Abschließend erklärte er dem Publikum, daß von dem ersten Wort des Drehbuches bis zur Ausstrahlung der Serie insgesamt drei Jahre vergehen werden. Das ist der internationale Durchschnitt bei TV-Produktionen. Vielleicht können wir beim Austria Con VI im Jahre 2003 in Wien bereits den ersten Trailer zeigen - wer weiß, wer weiß.

Hinsichtlich der ATLAN-Miniserie werden derzeit vier Möglichkeiten im Verlag diskutiert. Nähere Details gab Klaus aber nicht bekannt. Festzuhalten gilt, daß es eine weitere Miniserie geben wird - allerdings erst im Jahre 2001. Neu ist auch die Wiederbelebung des TERRA ASTRA Konzepts in Buchform. Das erste Buch stammt von Ernst Vlcek "Der Droidenjäger. Auf dem Sektor Fantasy wird MYTHOR und DRAGON weiter erscheinen. Und dann gibt es noch einen neuen ATLAN-Roman von Hans Kneifel mit Titel "Der Kristallprinz". Arndt Ellmer hat einen Roman über die Nonggo geschrieben, den es exklusiv für das "Rocket-E-Book" geben wird. Die Freunde der gedruckten Seiten bekommen dieses Werk nächstes Jahr als Silberband nachgeliefert.
In seiner spärlichen Freizeit entwickelte Klaus das Konzept einer neuen Zeitschrift, die die Mitglieder der PRFZ bereits kennen. Die Beilage zur SOL "Phantastisch" wird ab Februar 2001 als eigenständige Zeitschrift erscheinen. Der Schwerpunkt liegt im Bereich phantastische Literatur, besonders auf den Printmedien einschließlich Comics.

Im Verlag wird an ein neues Projekt gedacht, das die Überschrift "PR-Team on Tour" trägt. Ein Bus fährt durch die deutschen Lande und bringt so das Thema PR näher zu den Menschen. Wer alles in dem Bus sein wird, steht noch nicht fest. Vielleicht können wir den Autoren beim Schreiben über die Schulter sehen. Was immer wir da zu erwarten haben, es wird sicher interessant. Für die Freund von Modellraumschiffen gibt es im Jahr 2001 eine weiter Bastelherausforderung. Wahrscheinlich wird zum 40jährigen Jubiläum der PR-Serie die STARDUST als Revell-Modell erhältlich sein. Der nächste Gastautor der PERRY RHODAN Serie steht seit einiger Zeit fest und hat auch bereits seinen Roman abgeliefert! Wir dürfen uns auf das PR-Erstlingswerk des Österreichers Leo Lukas mit der Nummer 2059 freuen, das Anfang nächsten Jahres erscheinen wird.

Der Handlungsausblick fiel erwartungsgemäß dürftig aus - schließlich ist Klaus der Marketingchef und nicht der Redakteur. Die Bände 2050 bis 2099 werden kein neuer Zyklus sein, sondern nur ein Abschnitt innerhalb des laufenden Zyklus mit dem Untertitel "Seelenquell". Daneben wird auch die SOL eine wichtige Rolle spielen, die - in Raum und Zeit verschollen - eine eigene Schiene bekommt. Die Solare Residenz wird ihrer Bedeutung gerecht und rückt in den Blickpunkt des Interesses. Domrath ist ebenfalls nicht vergessen - zwei junge Menschen stranden dort und erkunden das Land. Und die Arkoniden schließlich werden mit etwas konfrontiert, "mit dem sie nie gerechnet hätten ...".
Zum Abschluß verriet uns Klaus den letzten Satz von Heft 2049: "Was is?" Die Gerüchte, daß Band 2050 mit dem Wort "Nix" beginnt, wurden von Klaus allerdings nicht bestätigt.

 

Spielen ist das dem Menschen innewohnende Prinzip (Burke)

Die Steiermark kann man wohl getrost als eine Hochburg der PERRY RHODAN Sammelkartenspieler bezeichnen - kein Wunder also, daß Dr. Rainer Nagel hier ein gerngesehener Gast ist und extra aus Deutschland eingeflogen ist, um bei dieser Veranstaltung dabei zu sein. Neben seiner Funktion als Leiter bzw. Schiedsrichter beim diesjährigen österreichischen Turnier in Rahmen der Weltmeisterschaft bestritt er auch einen eigenen Vortragspunkt. Nach einem allgemeinen Überblick zum Spiel ging er auf die Probleme einer Fortsetzung des Kartenspieles ein. Die Phase V - Atlan und Arkon - hätte schon vor Jahren erscheinen sollen, wurde aber aufgrund von Schwierigkeiten mit FanPro nie gedruckt. Danach wurde das PRSKS ausgelagert und machte eine wechselhafte Entwicklung durch. Vor allem dürfte es der Geldmangel sein - die Finanzierungskosten pro Phase schlagen sich in sechsstelligen Schillingbeträgen zu Buche - der eine bei Spielern und Sammlern langerwartete Weiterführung bisher verhindert hatte. Auf dem Papier hat man das Spiel bis zur Phase X durchgeplant, und über die Phasen VI "Die Druuf" und VII "Der Robotregent" gibt es schon ganz konkrete Vorstellungen.
Man darf gespannt sein, ob und wann das PRSKS mit der Phase V fortgesetzt wird. Die Chancen dafür dürften zur Zeit wieder recht gut stehen.

Zum Spiel "Firestorm" wird es mit ziemlicher Sicherheit keine Fortsetzung mehr geben. Firestorm spielte sich zwar leichter und schneller als der "große Bruder", wurde aber von den Fans nicht richtig angenommen. "Es steht PERRY RHODAN drauf, aber es ist nicht PERRY RHODAN drinnen", brachte es Rainer Nagel auf den Punkt. Die Karten waren zwar schön gemacht, hatten aber zur Serie quasi keinen Bezug. Außerdem war die Seltenheitsverteilung in den Päckchen derart schlecht, sodaß vor allem die Sammler bald das Interesse daran verloren.

 

Der Mensch muß bei dem Glauben verharren, daß das Unbegreifliche
begreiflich sei; er würde sonst nicht forschen (Goethe)

Bei den nächsten beiden Vorträgen waren die Hausherren an der Reihe. Gerold Haynaly und Harald Ottacher referierten über Schauplätze im Weltall und die technischen Voraussetzungen, um sich mit Raumschiffen fortzubewegen. Dazu gab es viele Dias, und so wurden die Zuhörer in einen Nebensaal umquartiert, den man besser abdunkeln konnte, da unerwarteterweise nochmals die Sonne hinter den Wolken hervorgekommen war und den Hauptsaal im glasüberdachten Innenhof hell erleuchtete. Einige Besucher blieben dort sitzen und nutzen die Zeit, um gemütlich zu plaudern oder ein bißchen in gekauften Heften und Büchern zu schmökern. Vor dem Schloß fanden die inoffiziellen "Gespräche im kleinen Kreis" mit den Autoren statt, die gleich mit einer Rauchpause oder Frischluftschnappen verbunden wurden.

Den letzten Programmpunkt des heutigen Tages bestritt Reinhard Habeck, allen wohlbekannt durch seinen Rüsselmops und die Lausbiber. Wer den Wiener Zeichner allerdings besser kennt, weiß, daß er sich auch mit mysteriösen Phänomenen und rätselhaften historischen Fundstücken beschäftigt und darüber schon einige Bücher geschrieben hat. Nächstes Jahr wird es über diese "Welt des Unerklärlichen" eine große Ausstellung in Wien geben, die von Reinhard mitorganisiert wird. Schon seit geraumer Zeit ist er auf der ganzen Welt unterwegs, um seltene Exponate aufzutreiben, die man nicht nur in den Schaukästen der berühmten Museen finden kann, sondern oftmals im tiefsten Keller von Depots, in die sich schon seit Jahrzehnten keine Menschenseele mehr verirrt hat. Der Diavortrag zeigte die interessantesten Stücke, von denen man die meisten auch nächstes Jahr zu sehen bekommen wird. Nicht immer ist es einfach, die Eigentümer zur Herausgabe der unbezahlbaren Exponate zu bewegen. Andere Stücke wiederum würde man zwar bekommen, kann sie jedoch wegen der Größe und/oder dem Gewicht nicht transportieren - tonnenschwere Steinräder oder Obelisken sind einfach nicht dafür gedacht, ihren angestammten Ort zu verlassen. Ein Erlebnis der besonderen Art war Reinhards Besuch der Ebene von Nascza. An Bord einer klapprigen Militärmaschine erkundete er die historische Stätte, die vom Piloten in kunstvoll-gewagten Manövern überflogen wurde. Nach der Landung hatte Reinhard einen dreifachen Grund zur Freude - er hatte ein Weltwunder gesehen, er lebte noch und er würde nie wieder Angst vorm Fliegen haben.

 

Die Nacht ist die Mutter von Gedanken (franz. Sprichwort)

Draußen war es mittlerweile ebenfalls dunkel geworden, als die Gäste den Vortragsraum verließen. Bernd Hubich lief geschäftig umher und gab Instruktionen für die Abfahrt zur Buschenschank aus: "Folgt dem roten Auto", lautete die Devise. Die Menge begann sich langsam aufzulösen und Richtung Parkplatz zu zerstreuen.

Was dann folgte, läßt sich am besten mit einem Wort umschreiben: Chaos! Aber wahrscheinlich hätte auch keiner damit gerechnet, daß plötzlich mehr Leute zum Heurigen mitfuhren als zuvor beim Con anwesend gewesen waren. Es dauerte einige Zeit, bis sich der riesige Knäuel aus Autos auf dem Schloßparkplatz formierte und sich zu einer langen Schlange reihte. Dann ging es los, fünf Minuten sollte die Fahrt dauern. Nach zwanzig Minuten machten sich die ersten Teilnehmer berechtigte Sorgen, nie wieder in diesem Leben den Rückweg zu finden. Die größte Befürchtung war allerdings, daß der Erste plötzlich in eine Garage fährt und sagt: "Ich bin zu Hause. Was wollt ihr alle da?"
Nachdem sich der Blechwurm das dritte Mal durch St Nikolai geschoben hatte, liefen die ersten hektischen Handy-Konferenzen: "Wo seid ihr?" - "Wir sind in der Schlange." - "Wir auch!" Kurzum - irgendwann haben wir es doch geschafft, zum Lokal zu finden, was aber noch nicht hieß, auch einen Sitzplatz zu finden, aber mit vereinten Kräften konnte auch dieses Problem gelöst werden.
Der Hunger war bereits groß, als die ersten "Brettljausen" aufgefahren wurden, große, runde Holzbretter mit reichlich Fleisch, Wurst, Käse, Verhackertem, Liptauer, Speck, Butter, Paprika, Grammeln und noch einigen anderen Köstlichkeiten. Nachdem der erste Hunger gestillt war, begann der Tauschhandel - Fleisch gegen Brot, Eier gegen Radieschen oder volle Platten gegen leere. Den größten Hunger dürfte aber Ansgar Wolter gehabt haben, der von seinen Sammelkartenspielkollegen mehrmals fotografiert wurde, wie er am Nebentisch eine reichlich bestückte und gut und gerne für sechs Personen ausgelegte Wurstplatte entführte. Reinhard Habeck gab eine Glückwunschkarte für Walter Ernsting durch, die von allen unterschrieben wurde und hoffentlich nicht zuviele Fettflecke abbekam. Klaus Bollhöfener sah sich immer wieder nach verdächtigen Computerfreaks um, da ein gewissenloser Betrüger im Internet veröffentlicht hatte, daß er am Freitag bzw. am Samstag mit Andreas Findig bis um halbsieben Uhr früh durchgemacht hatte. Klaus konnte uns aber glaubhaft versichern, daß das nicht stimmt.

Über die diversen Geschehnisse dieser Nacht wie Zimmerbesuche, Polkatänze und sonstige Ausschweifungen sowie die daran anknüpfenden Gerüchte möchte in an dieser Stelle keine großen Worte verlieren - so etwas verbreitet sich von selbst, und wenn nicht, dann war offenbar ohnehin nicht viel dahinter. Im Gasthof Brand ging es jedenfalls sehr ruhig zu, und um acht Uhr waren alle dort anwesenden Fans bis auf einen bereits zum Frühstück versammelt.

 

Die Kunst ist zwar nicht das Brot,
aber der Wein des Lebens (Lebensweisheit)

Am zweiten Con-Tag waren die Reihen der Besucher merklich gelichtet. Vor allem die Gruppe der Wiener Gäste war etwas dezimiert, da mehrere von ihnen wegen anderweitiger Verpflichtungen schon am Vortag abgereist waren. Aber auch die Nacht hatte ihre Opfer gefordert. Ich will zwar nicht ausschließen, daß einige der Con-Teilnehmer nach dem gestrigen Heurigenbesuch noch irgendwo in den Badlands der Steiermark herumirrten und verzweifelt den Rückweg suchten, aber die Hauptursache für das morgendliche Fernbleiben einiger Gäste lag wohl darin begründet, daß die Nacht für alle möglichen Dinge, nur nicht zum Schlafen, genutzt wurde.

Vor dem Tor
Sonntag morgens - draußen vor dem Tor ...

Ein kleines, verwegenes Grüppchen Ausgeschlafener stand schon um 9:00 Uhr beim Tor und begehrte Einlaß - vergebens! Das Schloß blieb verschlossen, und an Leitern oder einen Rammbock hatte in friedlichen Zeiten wie diesen auch niemand gedacht. Karl Heinz mutmaßte, daß das berüchtigte Kurti-Vir für die Blockierung der Eingangssyntronik verantwortlich wäre, tatsächlich dürfte es aber so gewesen sein, daß Kurt Banfi zwar am Vortag angekündigt hatte, am nächsten Tag etwas später zu kommen, aber zu diesem Zeitpunkt offenbar keinem so richtig bewußt war, daß er den Eingangstorschlüssel hat.

Der Vortrag von Reinhard Habeck konnte aber trotzdem relativ pünktlich beginnen. Der Zeichner marschierte mit einem überdimensionalen Bleistift samt Radierer auf und legte eine Show auf die Bühne, die die Zuseher von der ersten bis zur letzten Minute mitriß und für mich der eigentliche Höhepunkt der Veranstaltung war.

Der Bolli-Guck
Verblüffend, diese Ähnlichkeit ...

Zunächst demonstrierte Reinhard, wie man einen Gucky zeichnet. Dafür mußte Klaus Bollhöfener als williges Opfer Modell sitzen, und am Ende kam ein "Mittelding" heraus, der sogenannte "Bolli-Guck", der beiden äußerst ähnlich sah. Dann war das Publikum an der Reihe. Wieder wurde ein Opfer gesucht - und wieder traf es Klaus, der von den anderen Gästen eingeklatscht wurde und wohl oder übel noch einmal nach vorne mußte. Wenigstens erhielt er Unterstützung vom kleinen Yannick, der sich mit ihm gemeinsam der Herausforderung stellt, einen Mausbiber zu zeichnen. Reinhard begleitete die bemühten Versuche mit launigen Kommentaren, wie etwa: "... vielleicht ist dieser Gucky gerade in der Teleportation, da weiß man ja, daß es Verformungen gibt ...", "... das ist aber ein Schrumpfkopf ..." oder "Zum Glück müssen sie damit nicht ihr Geld verdienen!" Am Ende waren aber auf den Flipcharts zwei ganz passable Guckys, die durchaus auch als solche zu erkennen waren.

Gucky x 3
Gucky mal drei - in der Mitte das Original von Reinhard,
links davon zeichnet Yannick, und rechterhand probiert
Klaus Bollhöfener sein Glück ...

 

Man kann seinen Kopf hingeben, sein Geheimnis niemals
(türkisches Sprichwort)

Die anschließende Frühstücksrunde, die schon eher eine Mittagsrunde war, wurde von allen Ehrengästen bestritten, und natürlich standen die PERRY RHODAN-Autoren im Mittelpunkt, denen man Details über den weiteren Handlungsverlauf entlocken wollte.

Zunächst kamen die harmlosen Infos, wie etwa, daß Band 2050 eine Beilage haben würde und daß bis Band 2060 das Ertrus-Problem gelöst sein wird. Die Alashan-Schiene kam bei den Lesern sehr gut an und wird weitergehen, und auch Monkey verdankt seine Unsterblichkeit in Wahrheit den Lesern und nicht ES. Hinsichtlich der verschiedenen Handlungsstränge wurde festgestellt, daß der Traversan-Zyklus jedenfalls als "Kanon" anzusehen ist, die ATLAN-Romanserie jedoch nicht.

Gegen Ende kamen dann die etwas diffizileren Themen, die sich mit Atlans Tochter, die nicht im Exposé stand, diversen Minderheiten oder der Zusammensetzung von Arkon III, die unter Umständen das ganze Arkon-System instabil machen könnte, beschäftigten. Die derzeitigen Exposés sind übrigens fünfzehn bis zweiundzwanzig Seiten stark, inklusive Datenmaterial.

 

So rinnt die Zeit hinweg; in Tropfen langsam,
zuletzt ein Meer, das uns vom Einstmals trennt (A. Wilbrandt)

Wie man am Vortag gesehen hatte, ist eine kurze Mittagspause oft der Besucherzahl beim Programmpunkt danach abträglich, noch dazu, wenn sie kurz vor Ende der Veranstaltung stattfinden würde. So entschloß man sich, das Abschlußprogramm vorzuziehen und den Gästen nur eine kurze Verschnaufpause zu gönnen.

Für die Versteigerung wurde kurzerhand der mittlerweile allseits bekannte Gast Roman engagiert, der schon die Wiener Auktion beim AC II souverän geführt hatte - und das tat er auch diesmal, zum Gaudium des Publikums. Begehrtestes Stück war das Con-Plakat von Reinhard Habeck, das dieser während der Schlußrunde gezeichnet hatte, und dementsprechend ging es nach einem langen Bieterduell um ATS 2.102,- an den Organisator des Cons. Aber auch die anderen Posten waren heiß umkämpft. Der "Bolli-Guck" ging um einen höheren dreistelligen Schillingbetrag weg, eine Blues-CD-ROM mit Autogramm von Arndt Ellmer war knapp unter dem Ladenpreis zu haben, und sogar der von Bolli gezeichnete Gucky erzielte noch einen beträchtlichen Preis.

Am teuersten war jedoch ein Konvolut von Habeck-Zeichnungskopien. Der Künstler stellte den Organisatoren einen Bananenkarton mit einigen tausend Kopien seiner Werke zur Verfügung. Die gewünschte Einzelversteigerung der Blätter wurde aber aus Zeitgründen unterlassen, und so ging das ganze um ATS 2.500,- an Reinhard Rauscher.

Dann folgte gleich anschließend die Prämierung der Raumschiffe, die natürlich Raimund Peter mit einem kleinen, beleuchteten Modell gewann, das man fairerweise eigentlich außer Konkurrenz hätte laufen lassen müssen. Aber bei drei Teilnehmern hatte letztendlich ohnehin jeder etwas abbekommen. Die Siegerehrung der Sammelkartenspieler mußte entfallen, da diese noch mitten im Spiel waren - und wenn sie nicht gestorben sind, so spielen sie heute noch ...

Gruppenbild mit Raumschiff
Gruppenbild mit Raumschiff

Langsam, aber sicher, ging es wirklich dem Ende zu. Die Ehrengäste wurden nochmals alle nach vorne gebeten und erhielten einen schönen Geschenkkorb mit Wein, Öl und natürlich einem Kukuruz, den sie in einem wahren Blitzlichtgewitter entgegennahmen. Ernst gelang es daraufhin noch, die meisten Fans in einer Ecke zusammenzutreiben, um seinerseits Fotos zu machen. Als Sammelpunkt diente dabei das Raumschiff der Orathonen von REX CORDA Nummer 5 "Die Bomben des Verräters", das ebenfalls von Raimund Peter in 400 Arbeitsstunden gebastelt worden war.

Anschließend ließen wir den Con noch im Gasthaus Brand bei einem guten Mittagessen ausklingen, bevor wir uns wieder auf die Heimfahrt machten, mit einem letzten Blick auf die abgeernteten Maisfelder, die wir vor wenigen Stunden noch als verlassene Raumschifflandeplätze bezeichnet hätten. Zu den Sternen!

 

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