Der Erbe des Universums

 

HUBERT HAENSEL
IN LAUF

[Bericht Andy Schmid]

 

Diesmal hatte es das Schicksal gut gemeint mit den fränkischen Bullypen - der Autor Hubert Haensel war zu Gast in der Bahnhofsbuchhandlung SABATHIL in Lauf! Auf der PERRY RHODAN-Homepage und im aktuellen Heft Nr. 2093 wurde dafür schon geworben, am 22. September 2001 von 13.00 bis 16.00 Uhr sollte das ganze stattfinden. Lauf (rechts der Pegnitz) war ganz in der Nähe, also brauchten wir keinen weiten Weg in Kauf nehmen!

Auch im Regionalmagazin ALLMÄCHD, in dem ich eine Rubrik über PERRY RHODAN schreibe und dessen Redakteur John-Harald Singerer ein alter PR-Fan ist, wurde diese Aktion kräftig beworben. Nun, da ließen wir uns natürlich nicht lange bitten, drei Tage davor war sowieso Stammtisch, und da wurde dann gleich ausgemacht, wer aller mitgehen würde. Leider fanden sich insgesamt nur vier Mitglieder, die an diesem Tag Zeit hatten. Alle anderen hätten zwar Lust auf den Besuch gehabt, waren aber leider durch Familie und Beruf gebunden. :-(

So machten sich Norbert Reichinger, Walter Schuster und meine Wenigkeit am Samstag mittag mit Nobbys PKW auf nach Lauf. Bewaffnet mit diversen Romanen von Hubert Haensel, der Kosmos-Chronik und einer großen Portion guter Laune, ging es flux ins Nachbarstädtchen Lauf, wenige Kilometer von Nürnberg entfernt. Die Bahnhofsbuchhandlung SABATHIL war schnell gefunden, vor dem Eingang wehte unverkennbar die neue PERRY RHODAN-Fahne - ein sicheres Zeichen, daß wir hier richtig waren (denn Lauf hat zwei Bahnhöfe, einen links und einen rechts der Pegnitz, nur, um arme Touristen zu verwirren :-)

Hubert Haensel war schon da und hatte zusammen mit dem Besitzer eine schöne Ecke rund um PERRY RHODAN aufgebaut. Alles war da, ein Podest mit PR-Fahne und Kosmos-Chroniken, ein Tisch voll mit PR-Werbeartikeln (Postkartenset Nr. 1, Aufkleber, Werbefolder), das aktuelle Magazin ALLMÄCHD, noch mehr Kosmos-Chroniken, verschiedene Hefte aus der Feder von Hubert Haensel und natürlich Autogrammkarten. Daneben stand noch ein Regal, voll mit PERRY RHODAN Hardcover-Bänden, ATLAN Zeitabenteuern und REN DHARK Büchern vom HJB-Verlag. Einige Stühle für die Gäste waren auch aufgestellt.

Wir begrüßten erst mal Hubert. Walter überreichte ihm ein Aufzeichnung seines gemeinsamen Programmpunktes mit Uschi Zietsch (Susan Schwartz) im Rahmen des PERRY RHODAN-Tages in Erlangen (wir berichteten im letzten Magazin), und ich übergab ihm die neueste Ausgabe des ARGE FESTAK- Magazins. Gleichzeitig gesellte sich der Inhaber der Bahnhofsbuchhandlung dazu und schenkte uns einige PR-Fanartikel. Von ihm erfuhren wir auch, wie es zu dieser Aktion gekommen war.

Er und Hubert kannten sich von früher aus Marktredwitz (dem Wohnort Huberts), wo er auch schon eine Bahnhofsbuchhandlung geführt hatte. Hier hatte er öfters mal mit Hubert solche Lesungen gehalten, und als es ihn nun beruflich nach Lauf verschlug, dachte er sich, warum dies hier nicht wiederholen. Eine gute Idee, wie wir fanden :-)

Mittlerweile wurde die Bahnhofsbuchhandlung einmal genauer inspiziert und wir stellten fest, daß diese eine sehr gute Auswahl zu bieten hatte. Als Fan fand man alles, was das Herz begehrte. Es gab nicht nur ein sehr gutes PERRY RHODAN-Sortiment, nein, auch alle Gattungen von Heftromanen (von John Sinclair, Thorn, Maddrax über Westernromane wie Lasitter, bis hin zum guten alten Landser ) waren hier vertreten. Ebenso waren Comics und Genrezeitschriften ausreichend vorhanden. Norbert Reichinger schnappte sich den neuesten John Sinclair Roman Nr. 1200 (leider ohne irgendeine Beilage, da lob' ich mir halt die PR-Serie!) und machte Hubert Haensel darauf aufmerksam, der sich dann auch gleich ein Exemplar holte. Wie Norbert sammelt er gerne Jubiläumsausgaben anderer Heftromanserien. Die neueste Ausgabe der Shilou-Ranch mußte auch noch in Huberts Köfferchen. Als ich ihn etwas verwundert ansah, meinte er, er brauche so etwas als Ausgleich zur Science Fiction. Mmmhhhh, Geschmackssache ;-) oder???

An der Kasse ragte ein großer Stapel mit ALLMÄCHD-Magazinen empor, ich bediente mich gleich kräftig und ließ Hubert Haensel als Andenken welche signieren. Auch Walter und Norbert nahmen die Chance wahr und nutzen die Gunst der Stunde und holten sich bei Hubert ihre Autogrammwünsche. Plötzlich stand eine junge Dame von der Presse etwas verloren beim PERRY RHODAN-Stand. Norbert und ich informierten sie gleich über das Nötigste (nicht ohne den Stammtisch und unseren PR-Club hier im Nürnberg zu erwähnen) und Elisabeth Unterforsthuber - so ihr Name - notierte eifrig mit und war auch nicht um Fragen verlegen. Natürlich baten wir sie, unseren Stammtischtermin in dem Artikel zu erwähnen. Heraus kam dann ein schöner Bericht im Lokalteil des "PEGNITZER TAGESBLATT" am 25.09.01, den ihr auf unserer Homepage bewundern könnt.

Inzwischen waren weitere PR-Fans eingetroffen, unter anderem Christian Hermann und sein Freund, bekannt als junger Nachwuchsautor und fleißiger Leserbriefschreiber auf der LKS, vier Fans aus Hersbruck (wurden natürlich gleich zum Stammtisch eingeladen), eine Lehrerin mittleren Alters, ein junger Vater mit seinem Sohn (ebenfalls aus Hersbruck) und einige andere. Gut zehn bis fünfzehn Personen waren anwesend, der Herr von der Bahnhofsbuchhandlung mußte glatt noch einige Stühle herholen, damit jeder einen Sitzplatz hatte. Ganz ehrlich, ich hatte mit weniger Zuhörern gerechnet. Bernhard Hegel vom Stammtisch kam auch noch dazu, und damit war unsere Gruppe komplett. Nur der gute John, der Redakteur von ALLMÄCHD, ließ trotz seiner Ankündigung, zu kommen, auf sich warten (wir erfuhren erst nachträglich, warum, aber mehr dazu später).

Hubert Haensel stellte sich zunächst einmal vor und begann dann, einige Seiten aus der Kosmos-Chronik I vorzulesen. Anschließend stellte er sich den Fragen seines Publikums. Die etwas ältere Dame nutzte diese Gelegenheit reichlich, und erfuhr alles über die PERRY RHODAN-Serie und ihre Macher sowie über die Fans. Sie zeigte sich überrascht, wie komplex die Serie ist, wie lange sie schon läuft, und daß sie davon nichts wußte. Auch Elisabeth Unterforthuber notiert eifrig mit, aber als Hubert sie fragte, ob sie dies oder jenes noch wissen möchte, deutete sie auf Norbert und mich und meinte nur: "Das weiß ich schon, dafür habe die beiden jungen Herren schon gesorgt!"

Doch auch die anderen Fans hatten Fragen, natürlich wurde die anstehende Verfilmung angesprochen und die in Garching gezeigten Storyboardzeichnungen heiß diskutiert. Die meisten waren hier meiner Meinung, daß man das Design der PERRY RHODAN-Serie übernehmen und nicht derart verfälschen sollte, wie z.B. bei der SOL. Hubert meinte dazu, daß dies typisch für Filmleute sei - die legen erstmal alles auf die Seite und sagen zu ihren Zeichnern: "Macht ihr mal!", ob das nun den Fans gefällt oder nicht. Trotzdem glaub ich, daß die Reaktionen in Rastatt ein deutliches Zeichen für MME waren (siehe hierzu auch Walter Schusters Bericht im Festak-Magazin Nr. 21/22). Schnell war eine heiße Diskussion im Gange. Auch die aktuelle Lage in Amerika und Gewalt in der RHODAN-Serie speziell war eines der Themen, das diskutiert wurde. Ein Fan meinte sogar, daß die PR-Autoren mit den Dscherros die aktuelle Situation in Amerika vorweggenommen hatten (na ja, so ganz Unrecht hat er da nicht). Hubert meinte, daß das ganze Autorenteam in den letzten PR-Bänden bewußt die Gewaltdarstellung gestrichen hat, Hubert selbst mußte Heft Nr. 2099 nochmals umschreiben (natürlich hat er nichts über dessen Inhalt verraten, nur, daß der Titel aus zwei Wörtern besteht). Aber auch die aktuellen Cons und Fantreffen waren Gesprächsthema, so das Fest in Rastatt zum 40jährigen Bestehen der Serie und der Austria-Con IV in Wien. Hier nutzten wir die Gelegenheit, um etwas Werbung für den Frankencon 2002 in Schwanstetten zu machen - Hubert Haensel hat sich den Termin gleich notiert und möchte auch gerne kommen! Dazwischen erfüllte Hubert reichlich Autogrammwünsche, und die Fans deckten sich mit Fanartikeln ein (man muß ja die Gelegenheit nutzen ;-). Es wurden viele Fotos für die Zeitung und die Fanpresse geschossen, und so verging der Nachmittag viel zu rasch! Etwa um 15.30 Uhr entschlossen sich die meisten zu gehen - auch Hubert war froh, nun eine kleine Pause zu machen. Wir tauschten noch schnell Adressen aus und machten für den FRANKEN-CON 2002 Werbung (dahingehend hat sich die Sache natürlich jedenfalls gelohnt.).

Wir blieben noch etwas und plauschten mit Hubert über dies und jenes, doch nachdem wir schon die Letzten waren, entschlossen auch wir uns, den Nachhauseweg einzuschlagen. Wir verabschiedeten uns von Hubert herzlich und bedankten uns bei dem Inhaber der Bahnhofsbuchhandlung für den schönen Nachmittag.

Bevor wir losfahren wollten, mußte Walter natürlich erst mal eine Zigarette rauchen (ohhh diese Raucher), verständlich nach zirka drei Stunden "Entzug". So resümierten wir noch den Nachmittag, als plötzlich ein mir bekanntes Auto um die Ecke bog - John Singerer kam mit seiner holden Gattin! Ziemlich erstaunt war er dann schon, als ich im mitteilte, daß schon alles gelaufen war. " Ich dachte um 16.00 Uhr geht es los?" sagte er. Ne, ne, um 16.00 Uhr war Schluß. Trotzdem ging ich noch schnell rein, um ihn Hubert vorzustellen.

Hubert hatte sich schon einige Ausgaben des ALLMÄCHD eingesteckt und freute sich nun, den Redakteur dieses außergewöhnlichen Magazins einmal persönlich kennen zu lernen. Dazu muß fan wissen, daß John dieses Magazin im Eigenverlag leitet und herausbringt. Es wird in Bahnhofsbuchhandlungen, Szenenkneipen, Tankstellen, Supermärkten und dergleichen mehr kostenlos verteilt und finanziert sich durch Werbung. Dadurch kommt natürlich immer eine bunte Mischung an Themen heraus - Reiseberichte, die beliebte "History of Rock and Roll" Beiträge über einheimische Komiker wie Herbert Hiesel, überregionale Themen, Humor und natürlich PERRY RHODAN :-).

John und ich erzählten Hubert noch kurz, wie wir uns kennen gelernt hatten. Doch dann mußte ich die illustre Runde verlassen, da Norbert und Walter zum Aufbruch drängten. Nach diesem "anstrengenden" Nachmittag meldet sich natürlich der Magen zu Wort, daher entschlossen wir uns noch, kurz einen Imbiß im nahegelegenen McDonalds einzunehmen. Gesagt - getan - lecker war es :-) Anschließend brachten wir Walter nach Hause. Norbert und ich verbrachten den Abend weiter fannisch - mit einem guten Bier sahen wir uns zwei Folgen der neuen SF-Serie "Andromeda" an, die Norbert aufgenommen hatte.

Es war ein schöner Nachmittag, so etwas sollte man öfters machen! In kleiner Runde redet es sich einfach lockerer als bei großen Cons, so toll diese auch sind. Und es ist auch etwas besonderes, einen Autoren mal "für sich alleine" zu haben :-)
Macht's gut, bis zum nächsten Mal!!!

ANDY SCHMID, September 2001

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