PERRY RHODAN
GOES TV

 

1. DIE REPORTERIN (Datensammlung)

Gleich eine Frage vorweg: Welcher Perry Rhodan Stammtisch kann schon von sich behaupten, mit einem eigenen Bericht im Fernsehen vertreten gewesen zu sein? Keiner?

Nun, WIR können es!

Über mehrere Ecken und durch einige Zufälle erfuhr der private Fernsehsender Wien 1, daß es so etwas wie eine nationale Perry Rhodan Szene gibt, die sich einmal monatlich in Wien trifft und auch sonst schon ein paar Mal in Erscheinung getreten ist. Und demnach in Kürze ein Schwerpunkttag zum Thema Science Fiction geplant war, konnte man den legitimen Erben des Universums nicht übergehen (zumindest nicht ungestraft!). Vom Sender wurden einige Fans der Perry Rhodan Stammtischrunde telefonisch kontaktiert, um Drehtermine und Interviews zu vereinbaren. Insbesondere wollte man Impressionen vom Stammtisch filmen und einen Altleser näher zur Sache befragen. Deshalb wurde der Februar-Stammtisch als erster Drehort auserkoren.

Bereits im Vorfeld wurden einige Besucher telefonisch und per e-mail davon informiert, wobei gleich Parolen, wie "Anständige Kleidung", "Schön sprechen" oder "Keine Ausfälligkeiten gegen Star Trek" ausgegeben wurden.

Das Hauptthema war heute natürlich Wien 1 und seine Reportage über Perry Rhodan. Diesbezüglich mußte Thomas gleich eine bedauerliche Mitteilung machen - der Kameramann war erkrankt und konnte nicht kommen, eventuell würde uns aber die Reporterin einen Besuch abstatten, Drehtermin also flachgefallen. Dabei hatten wir uns alle so herausgeputzt und nun das! Einerseits war es natürlich gut, weil wir gerade heute nicht unser gewohntes, gemütliches Hinterzimmer beziehen konnten, andererseits schade, weil diesmal mit 19 Besuchern soviel los war wie noch nie, da offenbar all jene, die sonst eher unregelmäßig kommen, einmal zufällig alle gemeinsam da waren.

Wie angekündigt, wagte sich die Reporterin in die Höhle des Löwen, um vorweg Informationen zur Perry Rhodan Serie samt allem Drumherum einzuholen. 2940 Jahre in zwei Stunden. Abwechselnd standen die Stammtischgäste Rede und Antwort, um der Dame, die Perry Rhodan nur aus zwei oder drei Heften in ihrer Kindheit kannte, näherzubringen. Wir hofften nur, daß diejenigen, die sich an diesem Abend dem Interview gestellt haben, das P.R.-Universum auch gut ausgebreitet haben - ansonst behalten wir uns das Recht auf einen jederzeitigen Widerruf vor! Konkret ging es etwa um die Frage des Antriebes der Raumschiffe, die Größe des von Perry bereits bereisten Universums oder um die Abklärung, wohin Guckys Zahn verschwindet, wenn er einmal nicht mit offenem Mund dasteht.

Und ein Saboteur, dessen Namen ich hier nicht nennen will, damit er keine Drohbriefe bekommt, erwähnte kurz den alten Perry Rhodan Film, doch es gelang uns, das angerissene Thema gleich wieder zu vertuschen und die entsprechenden Notizen dazu zu vernichten.

Zu guter Letzt wurde noch ein Ersatz-Drehtermin festgelegt, um im Fernsehen noch die passenden Bilder zum Text liefern zu können. Man einigte sich schließlich auf Montag in einer Woche - zwar würden nicht alle kommen können, aber da die Sendung noch im Februar laufen sollte, konnten wir nicht bis zum nächsten regulären Stammtisch an einem Freitag zuwarten. Zuvor jedoch wird noch ein Drehtermin bei Thomas stattfinden, bei dem diverse P.R.-Utensilien und die Präsenz im Internet gezeigt werden sollen und auch das Interview mit dem Altleser in etwas ruhigerer Atmosphäre stattfinden wird. Der Lärmpegel an diesem Abend war wirklich enorm (in erster Linie aber, glaube ich, nur von uns verursacht :-). Zeitweise mußte man sich schon fast gegenseitig anschreien, um sich zu verständigen, und wenn die beiden Hunde der Lokalbesitzer noch zu bellen anfingen, konnte man nur resignierend auf die Zeichensprache zurückgreifen.

Anschließend verstreuten wir uns in die kalte Nacht. Michael Marcus brachte mich noch im Auto nach Hause, und die bange Frage, die sich uns zuletzt stellte, war: "Ob uns die Reporterin wohl für einen Haufen Spinner gehalten hat ... ?"

 

 

2. DER ALTLESER (1. Drehtag - Bericht Roman)

Pünktlich um 19:00 Uhr erreichten die beiden Wien 1 Reporter den Ort der Handlung im 21. Wiener Gemeindebezirk. Im Gegensatz zu Heimo und Adi, die kamen mit zehnminütiger Verspätung, was aber kein Wunder ist, denn schließlich ist es auch nicht unbedingt einfach, auf Anhieb zur Fabrik von Thomas zu finden.

In Ehrfurcht erstarrten beide Journalisten, als sie sich der unermeßlichen Fülle an P.R.-Artikeln gegenübersahen. Selbst Alex, Daniela und mir erging es bei der Ankunft in Thomas' Hallen, als wir einen voll befüllten Tisch vorfanden, ähnlich.

Sofort wurde die aufgerufene P.R.-Homepage auf Film gebannt. ES sei Dank, blieb uns das Internet gnädig. Trotz manch langer Wartezeit (verglichen mit einem Syntron) konnte der Kameramann sich über tolle Grafiken freuen.

Dann ging es ins Nebenzimmer. Dort lagen, wie oben bereits erwähnt, eine Unmenge von P.R.-Artikeln verstreut. Verstreut ist eigentlich der falsche Ausdruck - wir haben sie schön geordnet, schließlich sind wir den Kosmokraten verpflichtet, auch wenn dieser Verräter Rhodan in letzter Zeit mit einer "Koalition Thoregon" ins Bett geht. Von der Tischplatte konnte man nichts mehr erkennen. Einige Beispiele seien hier erwähnt:

Vier P.R.-Puzzles, Operation Wega, alle Hörspielkassetten, der alte P.R.-Atlas, alle P.R.-Audio-CD's, die vorsintflutliche Langspielplatte und die Single von SENSUS, das Sammelkartenspiel, alle Rißzeichnungen (ja, auch die vier alten), Sternenkarte, Poster, Jubiläumsbände, Plüsch-Gucky, P.R.-Brettspiele von Agema und vieles mehr.

Nachdem auch diese Artikel den Weg auf das Aufnahmeband von W 1 fanden, wurde Heimo Fink (ein Altleser) ins Rampenlicht gerufen. Heimo durfte der Reporterin über "seine" Serie Perry Rhodan berichten. Ganz nach dem Motto:

Wie kommt man zu P.R.? Was fasziniert einem an P.R.? Warum bleibt man bei P.R.? Weshalb liest man es überhaupt?

Warum ist die Erde rund?

Was?!

Die Erde ist rund?!

Jedes Kind, sogar in Amerika, weiß doch, daß die Erde ein Tetraeder ist.

Man sieht, um 21:30 Uhr kann ich nicht mehr ernst bleiben. Ich eigentlich schon, so wie üblich, aber Alex und Daniela wollten diesen Teil in den Bericht aufgenommen sehen.

Die allgemeine Verabschiedung erfolgte um 21:00 Uhr unter der Aufteilung, wer welche P.R.-Artikel für den Sonderstammtisch mitnehmen soll.

 

 

3. ES WERDE LICHT (2. Drehtag am Stammtisch)

Endlich war der große Tag gekommen. Zwar wußte niemand, was am Ende dabei herauskommen würde, aber alle waren guter Hoffnung, daß der P.R.-Stammtisch im Fernsehen halbwegs gut "rüberkommen" würde.

Um Punkt sieben Uhr traf ich mit Frau und Kind, die zur Unterstützung mitgekommen waren, vor dem Lokal ein. Einige Stammgäste hatten bereits beim letzten Treffen angekündigt, zu diesem Extratermin keine Zeit zu haben, und so war Gefahr im Verzug, daß der Tisch vielleicht nur spärlich besetzt wäre.

Nachdem wir mit Müh' und Not an den zwei bellenden Hunden der Wirtsleute vorbeigekommen waren, trafen wir im Hinterzimmer bereits die meisten der angekündigten P.R.-Fans. Keiner wollte an diesem "wichtigen" Tag zu spät kommen, und so wurde aus der anfangs losen Sitzordnung sehr schnell eine dichtgedrängte Runde - gekommen waren, in alphabetic order, Adi, Claudia, Daniela, Erich, Franz, Hermann, Karl-Heinz, Michael, Nicole, Roman, Thomas und Wolfgang.

Auch die Tische wurden immer voller, aber sie bogen sich nicht etwa durch bestelltes Essen und Trinken, sondern aufgrund der zahlreich mitgebrachten 'Devotionalien' - so die treffende Bezeichnung von Wolfgang - aus dem Perry Rhodan Universum (und bevor jetzt die Nicht-Lateiner im Lexikon nachsehen müssen - nach Meyers Taschenlexikon sind Devotionalien ... Gebrauchsgegenstände der persönlichen Frömmigkeit, z.B. Bilder und plastische Darstellung von Göttern, Tempeln und Heiligen ...)

Wer schafft ein noch selteneres und begehrteres P.R.-Stück heran? So hätte die Devise lauten können, und jeder wollte seine Schätze zeigen, die die anderen Stammtischgäste wohl sonst ohnehin nicht zu Gesicht bekommen hätten.

Damit der werte Leser hier nun einen kleinen Eindruck davon erhält, seien einmal die Materialien, mit denen man mühelos ein kleines Perry Rhodan Museum hätte füllen können, aufgezählt:

Romane Nummer 1 bis 10 der 1. Auflage im Zustand 0

Leinen-Sammelmappen

Plakat vom Perry Rhodan Film

Plakate aus den alten Postermappen, von Johnny Bruck signiert

Lexikon, neu und alt

2 Plüsch-Guckys

Star Trek Sammelmappe

WAS? Wer hat den DAS mitgebracht? Peinlich, peinlich, ...

Comics von Perry Rhodan und Atlan in Hardcover und in Originalausgabe

Sammelkartenspiel

Sternenatlas

Plastikfiguren von Gucky und Atlan, bemalt

Perry Rhodan Briefpapier (alt)

Poster vom letzten Weltcon

2 Quartettspiele

u.v.m.

Tja, einige haben da jetzt wohl glasige Augen bekommen. Auch die Reporterin war überwältigt, wieder neue Schaustücke bestaunen zu können.

Noch ein Teil der Stammtischrunde

Die Reporterin Frau Dr. Noelle im Kreise der Perry Rhodan Fans
(von links vorne): Alexander, Heinz, Jörg, Dr. Noelle, Daniela

Frau Dr. Noelle war mit ihrem Kameramann kurz nach Beginn des Stammtisches gekommen. Zuvor waren die beiden Fernsehleute noch zum Dreh beim "Großmeister" Ernst Vlcek, der zu unserem Leidwesen nicht persönlich gekommen war. Er ließ uns jedoch Grüße ausrichten und bat darum, ihm eine Kassette mit der Sendung aufzunehmen. Kein Problem, Ernst, das Videoband liegt hier im Lokal abholbereit, vorzugsweise an einem ersten Freitag im Monat ab 19.00 Uhr!

Während der Kameramann seine Geräte und eine riesige Leuchte aufbaute, ging Frau Noelle mit dem Altleser der Runde, Hermann Urbanek, die erste Einstellung durch.

Zumindest vom Namen her war Hermann einigen von uns bereits bekannt. Am Stammtisch hier war er, meines Wissens nach, noch nicht, aber da dürfte wohl schon der Generationenunterschied zum Tragen kommen, daß sich die älteren Semester sonst bei einem eigenen Science Fiction Stammtisch treffen.

Relativ schnell begann das Interview. Der Kameramann ließ in dem düsteren Raum die Sonne, sprich, den Scheinwerfer, aufgehen und die Reporterin zückte das Mikrofon und sprach noch ein paar beruhigende Worte.

Anfänglich merkte man Hermann das Lampenfieber noch an, doch nach einigen Fragen wirkte er schon äußerst souverän. Wir erfuhren, daß seine Lieblingsfigur Julian Tifflor sein, daß er früher ob seines Hobbys oft belächelt wurde und auch, daß sein Lieblingszyklus - drei Mal darf der werte Leser nun raten, bevor er weiterliest - "Meister der Insel" heißt. Im Hintergrund lief daraufhin unter den restlichen Stammtischgästen eine leise Umfrage ab, die den "Cappin-Zyklus" auch ganz vorne in die Beliebtheitsskala reihten.

Am Ende des Interviews stand dann noch die Frage: "Was erwarten Sie sich noch? Wohin geht die Serie Perry Rhodan?", worauf Hermann sehr stimmige Schlußworte fand: "Der Weg ist das Ziel ..."

Dann war die Reihe an der versammelten Mannschaft. Wer sich jetzt gedacht hat, der Stammtisch unterhält sich und die Kamera fährt ein paar Mal vorbei, um etwas Atmosphäre einzufangen, der muß nun ein wenig desillusioniert werden - auch hier gibt es ein Drehbuch!

Zunächst wurde einmal ein Stichwort vorgegeben, wie etwa "Kosmokraten", oder "Gucky's Zahn". Dann sollte eine ungezwungene Unterhaltung folgen. Nun ja, so einfach war das nicht, angesichts eines Mikros vor uns am Tisch, einer Kamera hinter uns, eines Scheinwerfers über uns und einer Reporterin unter uns, die sich zwecks Aufnahme hinter den Sesseln versteckte und uns bat, sie nicht zu beachten.

Dazwischen wurden auch immer wieder einige P.R.-Utensilien auf Zelluloid gebannt. Wolfgang schließlich konnte es sich nicht verkneifen, ein Plakat vom alten Perry Rhodan Film herzuzeigen. Da hatten wir beim letzten Mal mit größter Anstrengung Alex' Versuche, etwas über die Existenz dieses Filmes auszuplaudern, im Keim ersticken können, und dann das! Während wir noch überlegten, ob wir den Verräter mit Teebeutel bewerfen oder das Plakat mit Dartpfeilen durchlöchern sollten, gab Wolfgang dankenswerter Weise einen sehr kritischen Kommentar. Ich sehe schon das Insert im Fernsehen unter dieser Einstellung: "Worüber Perry Rhodan Leser lieber schweigen ...."

Schließlich sollte noch eine Szene aufgenommen werden, die die Fans beim Spiel mit den Sammelkarten zeigt. Da jedoch offenbar keiner der Anwesenden des Spieles mächtig war ("Gstieß a Radl") und auch ein herumgereichtes Regelheft am Beginn des Abends nicht mehr viel genutzt hat, bogen wird diese Sache ab. Schließlich wollten wir uns nicht lächerlich machen, falls es Zuseher geben sollte, die sich dabei auskennen.

Erfolgreich verweigert haben wir uns auch dem Vorschlag, mit dem mitgebrachten historischen P.R.-Quartett zu spielen - es wäre sonst wohl kein potentieller Besucher mehr zu unserem Stammtisch gekommen.

Auch die Wirtin wurde verewigt, als sie gerade eine Bestellung brachte. Der Kameramann durfte nur nicht die einzige Chance verpassen. Die Szene muß dann nur noch mit dem Zeitraffer nachbearbeitet werden und wird dann auch zu sehen sein (nein, sind wir wieder böse heute ...).

Während der Kameramann noch ein paar Eindrücke ohne Ton filmte, ging es bei uns auch wieder um andere Themen. Der "Supersturz" von Hermann Maier - es lebe der Sport - tat alleine schon vom Zusehen weh, und es war wahrlich ein Wunder, daß er die Sache heil überstanden hat. Einige schlugen sogar vor, ihn gegen "Goldi" Goldberger auszutauschen, der zur Zeit auch nicht weiter fliegt, trotz Anlauf von der Schanze.

Apropos Fliegen: Kein Abend ohne Superman, einer allseits beliebten und beplauderten Comic-Figur, der man auch auf der gestern stattgefundenen Comic-Börse in Heftform begegnen konnte.

Auch die neuem P.R.-Computerspiele beschäftigten uns. Zwar vergeht einigen schon vor lauter Ankündigungen und Verschiebungen des Erscheinungstermines etwas die Lust daran, aber nun soll es soweit sein - zumindest in einem PC-Heft, das die Runde macht, gab es bereits einen Test. Na ja, immerhin hatten schon andere damit gespielt. Ich werde mal in etwa einem Jahr einen aktuellen Bericht über unsere Eindrücke von den Spielen bringen ...

Danach ging es vor die Türe. Das Wien 1 Team wollte zum Schluß noch den Sternenhimmel festhalten, zusammen mit Adi, dem "Stammtisch-Vater", der das ganze ins Leben gerufen hatte. Ein starker Regen machte dieses Vorhaben jedoch zunichte, und so wurde nach etwa einer Stunde begonnen, die Geräte abzubauen. Wir plauderten noch etwas mit Frau Noelle, die sich outete, den letzten Perry Rhodan Roman gekauft zu haben und ihn gut und spannend fand. Auch die CD Pax Terra wurde als ausgezeichnetes Stück Musik gelobt.

Mit der Bitte um einen guten Bericht über uns wurde das Fernsehteam verabschiedet, um übergangslos durch ein paar Dartspieler ersetzt zu werden, die uns wieder einmal einen Teil des Zimmers streitig machten. Wir saßen noch einige Zeit und brachen dann zum Großteil auch bald auf, da ja diesmal im Gegensatz zu den sonstigen Treffen am nächsten Tag ein Arbeitstag war.

Kurz gesagt: Ein netter und interessanter Abend, der hoffentlich im Fernsehen die richtigen Eindrücke vermittelt und keinen schalen Nachgeschmack hinterläßt.

Ja, und eines vergaß ich noch zu sagen: Nachdem das Fernsehteam weg war, da konnte der Stammtisch-Abend erst so richtig losgehen ...!

 

 

4. LEBENSLUST (Der Stammtisch auf Sendung)

Nicht die Tiefen des Ozeans interessieren die Leute, die sich jeden ersten Freitag im Monat im Hinterzimmer des Cafés "Ebbe und Flut" treffen .... So begann der Beitrag über Perry Rhodan im Fernsehsender Wien 1 am 22. Februar 1998 um 15.45 Uhr, zusammengestellt von Frau Dr. Noelle. Leider wurde die Beginnzeit sehr kurzfristig geändert, so daß zu befürchten ist, daß einige, die sich den ursprünglichen Termin vorgemerkt haben, die Sendung nicht gesehen haben. Allerdings wird der komplette Beitrag im Laufe der nächsten Zeit noch ein paar Mal wiederholt, und hier hat man noch die Chance, den Erben des Universums samt seiner Anhängerschaft am Bildschirm zu sehen. Außerdem findet sich am Perry Rhodan Stammtisch sicher ein Fan, der das ganze auf Videoband aufgezeichnet hat und eine Kopie machen kann.

Der erste Eindruck vom Fernsehbericht über die Perry Rhodan Serie und das Fandom: Ausgezeichnet! Kurz aufgeatmet, denn nach dem knapp siebenminütigen Beitrag konnte man wirklich alle Bedenken über Bord werfen, da hier das Thema Perry Rhodan eine entsprechende Würdigung erfahren hatte und äußerst stimmige Bilder gezeigt wurden. Keine Veralberung, keine aus dem Zusammenhang gerissenen Worte, sondern eine unterhaltsame und ernsthafte Beschäftigung mit der Materie.

Die Sendung auf Wien 1 namens "Lebenslust" stand diesmal ganz im Zeichen von Science Fiction. Begonnen wurde mit einem Beitrag von Star Trek, wobei man sich hier als Kulisse und Drehort die gleichnamige Ausstellung gewählt hat und auch einige Eindrücke von der Schau im Technischen Museum zeigte. Der Moderator saß in Captain Kirks Kommandosessel und präsentierte von dort der Reihe nach die Beiträge, die sich neben Star Trek etwa auch mit UFOs und Faschingskostümen beschäftigten.

Und endlich, am Ende der Sendung, stand der mit großer Spannung erwartete Bericht! Die Kamera folgt der Wirtin bis ins Hinterzimmer, wo dann mit mehreren Schwenks der Kamera die ganze Runde festgehalten wird. Zwischendurch Großaufnahmen von diversen Materialien, die am Tisch herumliegen, wie etwa Romane, Sammelkarten oder Gucky. Weiters werden noch das Perry Rhodan Poster mit der Unterschrift von Johnny Bruck und Perry Rhodan Briefpapier in die Kamera gehalten. Der Kinofilm wurde übrigens doch nicht erwähnt ...

Dann erfolgt eine Umblende zum zuvor aufgenommenen Interview mit Ernst Vlcek in dessen Wohnung. Ernst erzählt einiges zur Serie (ungefährer Wortlaut aus der Sendung):

"Perry Rhodan soll in erster Linie unterhalten, soll Spaß machen zu lesen und vielleicht gibt er auch eine Botschaft, daß alle Wesen gleich sind ..... Das hervorstechende Merkmal von Perry Rhodan ist, daß es von Band 1 bis 1900 eine chronologische Abfolge gibt und die ganze Serie ist wie aus einem Guß."

Nach einem kurzen Einblick in die Perry Rhodan Homepage folgen die Interviews mit den Altlesern.

Heimo Fink, der übrigens eine Krawatte mit dem Konterfei von Perry Rhodan trug, wurde schon einige Tage zuvor bei den Aufnahmen in Thomas' Wohnung zu seinem Hobby befragt: "... es ist eine unheimliche Entspannung, wenn ich eine Romanserie lesen kann, die mich zwar in die Zukunft entführt, aber im Grunde doch in der Wirklichkeit läßt ..."

Hermann Urbanek wurde am Stammtisch interviewt: " ... den Abenteuern von Perry Rhodan möchte ich weiter folgen, solange ich noch selber lesen kann, und ich hoffe, daß wird noch sehr viele Jahre sein ..."

Zuletzt wird das breite Sortiment der Perry Rhodan Fan-Artikel gezeigt. Die Aufnahmen entstanden ebenfalls in Thomas' Wohnung, und neben ihm sind noch Adi und Alexander zu sehen. Man sieht jede Menge Hefte, Bücher, Poster, Wimpel, Comics, etc., etc.

Zu den Klängen von "Bridge to Eternity" aus der CD "Pax Terra" von Christopher Franke werden Ausschnitte aus den ersten Titelbildern gezeigt - hervorragend, eine perfekte Harmonie von Bild und Ton. Und mit einem stimmigen Schlußtext läuft der Beitrag aus:

"Perry Rhodan, eine unendliche Geschichte? Seine Freunde, die sich allwöchentlich von neuem durch die Abenteuer fesseln lassen, die immer wieder fremdartige Planeten und ihre Bewohner kennenlernen und über die Rätsel des Universums nachdenken, hoffen es. Vieles wurde in den Romanen vorweggenommen: Die erste Mondlandung, der bemannte Raumflug, die Entwicklung der Computer. Vom ersten Heft an erkennt man zahlreiche irdische Verhaltenweisen, in ungewohntes Gewand gehüllt, auf fremden Planeten wieder. Action oder metaphysische Rätsel - die Fans bleiben der Serie treu. Mittlerweile ist bereits die zweite Generation von Autoren, Wissenschaftern und Graphikern am Werk, doch Perry Rhodan wird leben, solange er gelesen wird!

 

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