spielefest


BEIM WIENER
SPIELEFEST

[Fotos von Erich]

Emit Tidnabs Spielefest 2008
Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008
Emit Tidnabs Spielefest 2008
Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008Emit Tidnabs Spielefest 2008

Der Herr Pilz und ein blaues Auge

Ein Erlebnisbericht vom 24. Wiener Spielefest

»Gut is ‘gangen, nix is g’schehen!« – oder zumindest fast nichts, denn beim Aufbau des PERRY RHODAN-Standes am Vortag der großen Veranstaltung verlor ich den Kampf mit einer widerspenstigen Tischplatte und ging in der ersten Runde K.O. Aber das Handtuch wurde deswegen noch lange nicht geworfen, schließlich galt es, fast 10 Laufmeter Tische und Wände aufzubauen und zu dekorieren. Gar nicht zu reden vom Material, dass wir in Kartons und Rollenkoffer anschleppen mussten – teilweise hatten wir noch Vorräte vom letzten Jahr gelagert, teilweise versorgte uns Klaus Bollhöfener (Danke für die tolle Unterstützung!) mit neuen Werbeprospekten und Give-aways. Aber mit gemeinsamen Kräften war es zu schaffen, auch wenn letztendlich immer nur einige Wenige – die üblichen Verdächtigen – übrig bleiben, die die ganze Arbeit machen. Doch solange der Spaß und die Freude am Hobby überwiegen, ist das kein Problem, auch wenn wir nicht alle unserer hochtrabenden Pläne verwirklichen konnten. Voriges Jahr – wir sind mittlerweile schon zum dritten Mal dabei – hatten wir uns fest vorgenommen, alles zumindest einen Monat vorher zu organisieren, letztendlich wurde es die übliche »Hau-Ruck-Aktion« wie jedes Mal, wo alles erst in letzter Sekunde passiert. Vielleicht liegt es ja gerade daran, dass eine gewisse Spannung erhalten bleibt und keine Langeweile aufkommt, obwohl ein bisschen Ruhe dabei und weniger unangenehme Überraschungen manchmal schon wünschenswert gewesen wären.

spielefest 2007 rhodan

Veranstaltungsort war wieder das Wiener Austria Center bei der UNO-City, das vom 28. bis 30. November auf etwa 16.000 Quadratmetern (das sind etwa zweieinhalb Fußballfelder!) rund 70.000 Gäste erwartete, die auch annähernd gekommen sein dürften, wenngleich man den Eindruck hatte, dass etwas weniger los war als im Vorjahr. Der Organisator Ferdinand de Cassan hatte es jedenfalls geschafft, wieder ein ansprechendes Fest auszurichten.

Freitag war in erster Linie »Kindertag«, da Schulklassen und Kindergartengruppen freien Eintritt hatten. Das stellte die anwesenden Standbetreuer – Roswitha, Thomas und Erich – vor ganz besondere Herausforderungen. Abgesehen davon, dass den ganzen Tag Meldungen über verloren gegangene Kinder aus den Lautsprechern schrillten, musste man immer ein Auge darauf haben, den Stand vor Verwüstungen zu bewahren und die Sammelgier der lieben Kleinen in Grenzen zu halten. Besonders beliebt waren die PR-Aufkleber, die weggingen wie die warmen Semmeln, und auch PR-Lesezeichen wurden gerne genommen, wobei natürlich Aussagen wie »Nein danke, ich lese nichts« etwas schmerzten. Den mehrmals geäußerten Wunsch nach PR-Luftballons konnten wir allerdings nicht erfüllen, das wäre eine gute Sache gewesen. Aber vielleicht ja im nächsten Jahr?

MiklisRhodan Roswitha

Samstag und Sonntag waren die »Familientage«, und wir konnten auch wieder die PR-Feuerzeuge, die wir am Vortag versteckt hatten, hervorräumen. Die »Renner« waren jedoch eindeutig die PR-Kugelschreiber. Zum Glück hatten wir vom Vorjahr noch einen üppigen Vorrat, der sich bis Sonntagabend auf einige wenige Stücke reduzierte. An diesen beiden Tagen fanden sich außer den oben Genannten noch Irene, Wolfgang, Martin, Gilbert, Marcus und Claudia ein, die dann den Stand mehr oder weniger intensiv betreuten. Und man lernte viele interessante Leute kennen. Die meistgehörte Aussage war sicher: »Das habe ich auch einmal gelesen.« – »Und warum lesen Sie/liest du jetzt nicht mehr?« Keine Zeit, Interesse verloren … immerhin nahmen sich etliche Abtrünnige Infomaterial und auch Romanhefte mit, um wieder mal reinzulesen, wirklich ganz entziehen konnte sich der Thematik offenbar keiner! Es sei denn, er wurde von seinen Kindern mit den Worten »Ach, da gibt es nur Blödsinn« am Stand vorbeigezogen. Immerhin konnten wir einigen Besuchern das Versprechen abringen, sich wieder einmal mit PERRY RHODAN zu beschäftigen oder vielleicht beim Stammtisch vorbeizukommen. Was die Teilnahme an Fanaktivitäten betrifft, muss man jedoch aufgrund der Erfahrungswerte aus den Vorjahren leider sagen, dass die Erfolgsquote sehr gering ist. Wir wurden im Laufe des Wochenendes auch immer wieder von Leuten überrascht, die der Serie schon seit Jahrzehnten die Treue halten, aber bisher weder aktiv noch passiv im Fandom tätig waren – und es auch nicht vorhaben.

Wir hatten für die Veranstaltung einen Riesenstapel an PR-Heftdoubletten zusammengesammelt, die wir an interessierte Gäste verteilten. Einige der Besucher brachten uns dabei in Verlegenheit, wenn sie uns nach »dem besten Roman« zum Einlesen fragten – Haensel, Francis, Thurner oder doch etwas Älteres? –, andere wiederum wollten ganz gezielt »einen Leo Lukas« haben. Hier war natürlich einiges an Fachwissen gefragt, den richtigen Roman aus dem Stapel zu ziehen.

Emit Tidnabs Rhodan

In der »Fragen-Hitparade« dürfte auch heuer ganz knapp »Wo finde ich eine Toilette?« gewonnen haben, gefolgt von »Wie viele Rhodan-Hefte gibt es zur Zeit?«, »Wo gibt es die McDonalds-Taschen?« (das hatten wir übrigens bis zum Schluss nicht herausgefunden) und »Darf ich mir einen Kugelschreiber nehmen?«. Weit abgeschlagen am letzten Platz fand sich »Ich will raus, wo ist hier der Ausgang?«.

Bei einigen Besuchern hatten wir sogar einen bleibenden Eindruck hinterlassen, weil diese feststellten, dass wir im Vorjahr auch schon dagewesen waren. Nächstes Jahr werden wir dann diejenigen sein, die diese nicht funktionierenden Kugelschreiber verteilt haben – der Karton mit den Stiften war eine ganze Weile in der Kälte gestanden, und dadurch musste man ziemlich viel und stark herumkritzeln, bis die Tinte in die Minenspitze gelangte.

Zusätzlicher Anziehungspunkt an unserem PR-Stand war die Vorführung des Andromeda-Fanfilms von Raimund Peter. Wolfgang hatte im Schweiße seines Angesichts die komplette technische Ausstattung angekarrt und so konnten wir die wirklich gelungene Umsetzung der ersten Romane des Andromeda-Zyklus auf eine Leinwand projizieren, und immer wieder sammelten sich kleinere Besuchertrauben an, die den Durchgang blockierten. Einige Besucher verbrachten sogar fast die ganze Länge des Filmes – der immerhin über eine Stunde dauert – an einem unserer Tische! Und als dann irgendwann im Laufe der Vorführung ein Blue vorbei spazierte, meinte ein kleines Kind zu seiner Mutter: »Schau, da geht der Herr Pilz!«

atlan

Die etwas ruhigeren Phasen des Spielefestes nutzten wir, um uns selbst in den weitläufigen Räumlichkeiten umzusehen oder unsere »Nachbarn« zu besuchen – gleich eine Ecke weiter hatten die im PR-Fandom bekannten Maler Franz Miklis und Michael Gottfried ihren Stand und präsentierten ihre Werke. Die beiden waren mit dem Zuspruch der Besucher recht zufrieden, wären da nicht die nächtlichen Eindringlinge gewesen, die unter anderem eines von Franzens Bildern entwendeten – ein wertvolles Original einer noch unveröffentlichten Sammelkarte. Franz trug es einigermaßen gefasst – immerhin konnte nicht jeder Maler behaupten, dass seine Bilder so begehrt sind, dass sie sogar gestohlen werden!

atlan

Ich kann zwar nicht für alle Beteiligten sprechen, würde aber ein positives Resümee ziehen – interessante Leute kennengelernt, angenehme Gespräche geführt und einige nette Erlebnisse gehabt. Vielleicht sollten wir aber nächstes Jahr schon einen Monat vorher mit der Planung beginnen …
                                                          
Beim Abbau des Standes sortierten wir gleich einiges an Material aus, das wir in zwei Wochen bei einer Comic-Börse verwenden werden, zu der wir eine Präsentationseinladung bekommen haben – aber das ist eine andere Geschichte …

atlan

PERRY RHODAN-Index HOMEPAGE P.R. Cons und Events