Der Erbe des Universums
 

P.R.-CON
FRANKEN 2002

[.. aus der Sicht des Mitveranstalters Andy Schmid]

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Sonntag, 07.07.2002

Die Nacht war zwar kurz, aber dennoch länger und erholsamer als am Tag davor. Nach einem guten Frühstück brachen Norbert und ich wieder um 8.00 Uhr zum Congebäude auf. Vor Ort trafen wir dann gleich die „Muschelschubser“ Michael Virchow, Peter „Pit“ Bäuerle, Dirk Tessmer und Michael Kummerfeld. Michael Virchow ging es wieder etwas besser, nachdem ihm in den vorangegangenen Tagen eine leichte Darmgrippe das Leben schwer gemacht hatte. Die „Nordlichter“ hatten schon ihre Sachen gepackt, um frühzeitig wieder nach Hause zu fahren – verständlich, lag vor ihnen doch eine sechs- bis achtstündige Fahrt quer durch die Republik. Doch der Zeitpunkt des Abschieds war noch nicht gekommen, sie wollten wenigsten den Vormittag noch bleiben. Gemeinsam gingen wir zum Congebäude und unterhielten uns über den vorangegangenen Tag.

Auch der Rest des Teams war schon da – als erster Programmpunkt war um 9.00 Uhr die Autogrammstunde angesagt. Also stellten wir in der dritten Halle bei der Kunstausstellung ein paar Tische bereit, an denen Uschi Zietsch, H.G. Ewers, Swen Papenbrock, Achim Mehnert, Götz Roderer, Bernhard Stoessel und Michael Wittmann anschließend fleißig signieren konnten. Mitten unter den Autogrammjägern entdeckte ich Heinz Hell mit ein paar Conbüchern. „Die sind für Ebay zum Versteigern für die Conkasse“ verriet er mir. Auch am Stand der ARGE FESTAK wurde fleißig signiert – aber hier waren es Conplakate, die dem selben Zweck dienten wie die signierten Conbücher von Heinz Hell.

Um 10.00 Uhr berichtete Uschi Zietsch im Hauptsaal über ihr Leben als Autorin und wie es zu der Zusammenarbeit mit der PERRY RHODAN-Redaktion kam. Heitere Anekdoten und lustige Geschichten bekam der geneigte Besucher da zu hören. Norbert und ich nutzten die Gelegenheit für einen Schnappschuß vor der Solaren Residenz. Im Anschluß referierte Herbert Gleissner über die Auslandslizenzen der PERRY RHODAN-Hefte. Dazu hatte er zahlreiche ausländische Ausgaben mitgebracht, die er dem interessierten Publikum zeigte.

Da ich den Vortrag schon kannte, genehmigte ich mir im Biergarten einen Kaffee, und siehe da, wen traf ich dort? Konrad Schaef! Ich begrüße ihn herzlich und hieß ihn im Namen des Conteams willkommen. Schnell waren wir in ein Gespräch vertieft. Auch Klaus Bollhöfener begrüßte „seinen Nachbarn“ (beide wohnen in Kitzingen) mit dem Ausspruch: „ Na, alter Rebell von Kitzingen, wie geht es dir?“ Für jeden, der die Geschichte nicht kennt – um Heft 500 rum gab es mal den Plan von verschiedenen Autoren des PERRY RHODAN-Teams, eine andere SF-Serie zu schreiben und PERRY RHODAN den Rücken zu kehren („Wächter der Galaxien“ sollte die Serie heißen), und Konrad Schaef war der Rädelsführer (nachdem er damals aus dem ATLAN-Team ausgeschieden war) Tja, und dieses legendäre Treffen fand eben in Kitzingen statt, daher der Spitzname von Konrad Schaef.

Zusammen besuchten wir den nächsten Programmpunkt. Um 11.30 Uhr las Klaus Bollhöfener, ganz in der Tradition der Mundart-Asterix-Bände, einen ins Fränkische übersetzten Textteil aus „Lausbiberalarm“ dem erstaunten Publikum vor. Für die Nordlichter und die Menschen jenseits des Weißwurstäquators reichte er Kopien des Textes in Hochdeutsch herum. Die Idee zu der Sache hatte Klaus Bollhöfener, als er einmal einer Lesung von Andreas Findig (dem Autor von „Lausbiberalarm“) in dessen Heimatstadt Wien lauschte. Dieser Programmpunkt kam sehr gut an und war klasse. Im ARGE FESTAK-Magazin Nr. 25/26 wird man diesen Vortrag nachlesen können!

Nach diesem amüsanten Punkt war erst mal eine Mittagspause angesagt. Bevor es was zum „Schmackofatzen“ gab, verabschiedeten sich unsere norddeutschen Freunde aus Bremen und Hamburg. Ich wünschte ihnen eine gute Heimreise. Die einen gingen, ein anderer kam – Herbert Heinzelmann, der am Nachmittag noch einen interessanten Vortrag über die Thoregon-Agenda halten sollte. Herr Heinzelmann war uns durch die Zusammenarbeit mit der Stadt Erlangen bestens bekannt. Vor drei Jahren hatten wir mit ihm einen PERRY RHODAN-Tag in Erlangen gestaltet. Daher freute es uns besonders, daß er wieder mit uns zusammenarbeiten wollte, war er doch für seine humorvollen, sarkastischen und kritischen Vorträge bekannt. Leider war Herbert Heinzelmann erst mal sehr erzürnt. Durch einen Fehler auf unserer Homepage war er an der falschen Haltestelle ausgestiegen und mußte einen halben Kilometer herlaufen. Ich entschuldigte mich bei ihm und lud ihn auf ein Bier ein.

Das Mittagessen nahm ich mit Norbert Reichinger, Frank Linnert (PrCBS) und Herbert Heinzelmann in der Bürgerstube ein. Am Nachbartisch diskutierten einige PROC’ler, und auch bei uns unterhielt man sich angeregt. Herbert Heinzelmann hatte zufällig meinen Auftritt in der ZDF-Show RISIKO im Fernsehen gesehen und wollte natürlich alles darüber wissen. Auch sein Vortrag und die geringe Besucherzahlen des Cons kamen zur Sprache. Herr Heinzelmann versprach, einen Artikel in der NZ über diesen Con zuschreiben (ihr könnt ihn im FESTAK-Magazin Nr. 25/26 nachlesen, genauso wie den Vortrag von ihm). Das freute uns natürlich – auch einer weiteren Zusammenarbeit nach dem Con stimmt er freudig zu (Gott sei Dank, der Unmut über die falsche Haltestelle war verflogen).

Da das Essen hervorragend schmeckte und wir uns gut unterhielten, verpaßte ich glatt den Vortrag der Sternwarte Nürnberg. Den Schluß bekam ich gerade noch mit – ein hoch interessanter Vortrag über unsere nächste kosmische Nachbarschaft. Ich denke, ein Besuch der Sternwarte mit dem Stammtisch Nürnberg wird demnächst anstehen!

Danach war Herbert Heinzelmann dran. Gekonnt referierte er über die Thoregon-Agenda und deren Sinn und Zweck. Ist sie überhaupt durchführbar, wie ist das mit der aktuellen Gesetzgebung, wie verhielt es sich in der Vergangenheit? Ein sehr kurzweiliger Vortrag, interessant anzuhören. Ich kann jedem nur empfehlen, ihn einmal im Magazin nachzulesen. Natürlich ließ es sich Herbert nicht nehmen, auch vor dem großen Haluter einen Schnappschuß zu machen.

Da leider nur noch wenige Besucher da waren bzw. eigentlich die gleichen wie am Vortag, entschlossen wir uns, den geplanten zweiten Teil der Auktion nicht durchzuführen.
Nun hatte Konrad Schaef seinen Auftritt. Er berichtete über die alten Zeiten im Fandom der 70er Jahre, über sein Fanzine „MUTANT“, die kurzfristige Mitarbeit bei PERRY RHODAN, und endete mit der Bitte, in Zukunft Cons nicht nur steif auf PERRY RHODAN aufzubauen, sondern auch andere Themen wie Ren Dhark, Raumschiff Orion usw. mit reinzunehmen. Klar, der nächste Con kann gar nicht nur mit PERRY RHODAN gefüllt werden, aber wir sind ein PERRY RHODAN-Club und wollten unseren ersten Con ganz im Zeichen von PERRY RHODAN ausrichten – dafür ist die ARGE FESTAK ja da! Auch Konrad ließ sich fotografieren und signierte „meinen“ Mausbiberaufsteller.

Damit endete der offizielle Teil des Cons. Der geplante Vortrag von Dieter Reich über das UniLEx-Projekt wurde zu Gunsten eines gemütlichen Beisammenseins gestrichen. Die Händler machten sich daran, ihre Stände abzubauen. Die meisten hätten sich zwar etwas mehr Besucher bzw. Kunden gewünscht, aber letztendlich kamen sie auf ihre Kosten. Mit Wolfgang Kratz und Reinhard Rauscher diskutierte ich noch einige Möglichkeiten für bessere Werbung und Standmieten durch.

Herbert Heinzelmann verabschiedete sich von uns, und auch immer mehr Fans machten sich nun auf den Heimweg. Die Resonanz war durchwegs positiv – wir wurden dazu ermuntert, in zwei Jahren wieder so einen Con zu machen. Na, wir werden es uns überlegen!!!

Bevor wir mit den Aufräumarbeiten begannen, machten wir noch ein Gemeinschaftsfoto vor dem Haluter (leider waren nicht mehr alle vom Team da, dafür gesellte sich H.G. Ewers zu uns – das freute uns besonders).Einzig die „Tradingkartler“ ließen sich durch den ganzen Trubel rings um sie nicht stören. Sie spielten munter weiter – na ja, es war ja auch noch etwas Zeit. Nachdem unser Team den Großteil der Halle aufgeräumt hatte, wurden die Banner eingerollt, die Deko abmontiert, die Vitrinen geleert und alle Sachen verstaut. Dann wurde noch die Siegerehrung des P.R.-Tradingcardweltmeisters vorgenommen. Dieter Reich überreichte die von ihm gespendeten Pokale für den ersten, zweiten und dritten Platz, während die Turnierteilnehmer ihre Preise aussuchten. Bernhard Flierl hatte immerhin den siebten Platz belegt!

Nun gingen die Aufräumarbeiten zügig voran. Der Dreck wurde weggeräumt, die Händler verabschiedeten sich und die letzten Fans zogen von dannen. Die Gemeindehalle verwandelte sich von einem Mekka für PERRY RHODAN-Fans zurück in eine einfache Mehrzweckhalle. So schnell kann ein Con vorbei sein. Rita Grünbein fuhr H.G. Ewers zum Bahnhof. Nachdem ich mit Norbert Reichinger noch ein paar Sachen zu mir nach Hause gefahren hatte, gesellten wir uns an einen großen Tisch mit dem gesamten Conteam. Auch Klaus Bollhöfener, Michael Wittmann und Gattin Ingeborg waren noch da. Rita kehrte zurück, damit waren wir komplett – jetzt stärkten wir uns erst mal und zogen ein erstes Resümee.

Insgesamt waren wir trotz der geringen Besucherzahl doch sehr mit dem Con zufrieden. Über den Daumen gepeilt, dürften wir ohne großen finanziellen Verluste aus der ganzen Congeschichte herausgegangen sein. Es hatte Spaß gemacht, und die Besucher wie auch die Ehrengäste waren mit uns, dem Programm und der Örtlichkeit hoch zufrieden. Klaus Bollhöfener gab uns noch Tips für die Nachcontreffen und weitere Planungen.

Die Ersten von uns, die aufbrechen mußten, waren Walter Schuster und Werner Bald. Trotzdem blieben wir noch lange in den Abend hinein sitzen. Das Wetter war super, die Stimmung auch – erst gegen 21.30 Uhr brachen wir gemeinsam nach Hause auf. Der FrankenCon war Geschichte und ich glaube, wir konnten stolz auf unsere Leistung sein!

Bevor ich diesen Bericht beende, möchte ich mich nochmals bei allen Ehrengästen, Spendern, Reportern, dem Verlag und natürlich unseren Besuchern für ihr Kommen und Unterstützung jeglicher Art bedanken – für euch haben wir uns die Mühe gemacht und doch wäre ohne euch der FrankenCon nie Wirklichkeit geworden. DANK AN EUCH ALLE!

Doch die letzten Worte sollen an unser Team gerichtet sein – Leute, es gab teilweise gewaltige Spannungen während der Vorbereitung und der Ausführung dieses ersten Cons, aber ich glaube das ist ganz normal, denn wenn ich mir das Ergebnis anschaue, dann haben sich diese Spannungen wirklich gelohnt! Trotz allem, wir waren und sind ein Superteam!
FRANKENCON 2 – mit euch schon!!!

Copyright by ANDY SCHMID
Wendelstein-KSL, 06.08.2002

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